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Robots of the 80s: Logic Drama (Review)
| Artist: | Robots of the 80s |
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| Album: | Logic Drama |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Synthpop / Retrowave / Electro |
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| Label: | recordJet | |
| Spieldauer: | 32:21 | |
| Erschienen: | 06.02.2026 | |
| Website: | [Link] |
Hinter dem Projekt ROBOTS OF THE 80S steckt der Produzent Heiko Wersing, der bereits mit dem Debütalbum „Electropia“ klargemacht hat, dass seine musikalische DNA tief in den neonfarbenen Klangwelten der achtziger Jahre verwurzelt ist. Während der Erstling „Chance Of A Lifetime“ noch stark auf nostalgische Gefühle und Synthwave-Klischees setzt, schlägt der Nachfolger „Logic Drama“ nun inhaltlich wie musikalisch eine Brücke in die (nahe) Zukunft. Und so kreist das Album inhaltlich um das Spannungsfeld zwischen Mensch, Maschine und einer zunehmend automatisierten Zukunft – eine Thematik, die sich nicht nur in Texten, sondern vor allem in der bewusst kühlen Klanggestaltung widerspiegelt
So dominiert musikalisch ein klar strukturierter, stellenweise bewusst monoton gehaltener Electro-Pop-Sound. Analoge Synthesizer-Flächen treffen auf mechanisch wirkende Drum-Machine-Grooves, die kaum organische Dynamik zulassen. Der Opener etabliert früh eine distanzierte, elektro-melancholische Grundstimmung, die sich durch das gesamte Album zieht. Einzelne Tracks drängen sich dabei weniger als potenzielle Singles in den Vordergrund, sondern fügen sich in ein durchgängiges Klangbild ein, das eher auf Atmosphäre als auf klassische Songdramaturgie setzt. Und so verschwimmen die Songs zu einem Gesamtkonzept aus 80er-Jahre Atari Computerwelt, Elektrosounds, Zukunftsvisionen und -ängsten sowie (menschliche) Vereinsamung und Monotonie.
Gerade diese Gleichförmigkeit ist konzeptionell gewollt und „Logic Drama“ transportiert diese Inhalte ohne emotionale Zuspitzung, sondern mit bewusst nüchterner Inszenierung. Das erzeugt eine stimmige, wenn auch streckenweise sehr kontrollierte Hörreise, bei der die sterile Ästhetik ebenso Stärke wie Einschränkung darstellt.
FAZIT: ROBOTS OF THE 80S liefern mit „Logic Drama“ ein konsequentes Zweitwerk ab, das den Sound der Achtziger nicht nur zitiert, sondern intelligent weiterdenkt. Es ist ein Mix aus perfekt produzierten Synth-Sounds eingepackt in einen philosophischen Überbau, der hängen bleibt. Wer reduzierten Electro-Pop mit konzeptionellem Anspruch schätzt, wird hier gut bedient. Emotionale Vielfalt und dynamische Ausbrüche bleiben jedoch bewusst auf der Strecke.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Elevate
- Klara
- We Are One
- Last Word
- Digital Feelings
- Hymn For Our Time
- Code
- Bass - David L.
- Gesang - Heiko Wersing, Silvia Wersing
- Keys - Heiko Wersing
- Logic Drama (2026) - 11/15 Punkten
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