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Bank Myna: Eimuria (Review)

Artist:

Bank Myna

Bank Myna: Eimuria
Album:

Eimuria

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Doom Metal, Post-Rock

Label: Medication Time Records/Akari/Stellar Frequencies
Spieldauer: 47:36
Erschienen: 25.04.2025
Website: [Link]

BANK MYNAs „Eimuria“ birgt eine ebenso monochrome Farbpalette an Emotionen, wie sie das Coverartwork des Albums abbildet. Düstere Doom-Metal-Riffs treffen auf hypnotische Post-Rock-Gitarren, über denen die tragikschwangere Stimme von Sängerin Maud Harribey schwebt.


Plastisch anmutende Soundszenerien zwischen Riffbergen und filigranem Gesang erschaffen dabei eine eindringliche Stimmung, die gleichermaßen zerrissen und kathartisch erscheint.
Titel wie „The Other Faceless Me“ vermengen sphärische Violinenklänge mit dramatisch aufgeladenem Gesang, der sich in seiner Tonlage und Dramatik stetig steigert und auf einen schmerzhaften Höhepunkt zusteuert.


Während die verzerrten Drone-Referenzen im Opener „No Ocean Of Thoughts“ einen grotesken Zwiespalt zwischen fragiler Schönheit (der Gesang) und schroff unwirklicher Naturgewalt suggerieren (die schmerzhaft verzerrte Violine), gibt sich „The Shadowed Body“ rhythmisch geradliniger.
Das Schlagzeug rückt in den Vordergrund und verleiht dem Song eine düstere Schwere, in der Gesang und Violine zu einem nervenzerrenden Crescendo verschmelzen und einen Klangmonolithen vorzeichnen, der sich zunächst kantig und schroff zeigt, ehe er sanften Gitarrenmelodien Platz schafft. Zur Mitte des Songs rückt Maud Harribeys sphärische Stimme in den Fokus des Geschehens und bestimmt bis zum dröhnenden Ende den Stimmungsverlauf der Musik, die sich zum gesprochenen Finale in monolitisch-tragischer Schwere suhlt.


Mystischer und auch luftiger geht’s dagegen in „Burn All The Edges“ zu. Der Gesang scheint akzentuierter, was den Fokus nach und nach noch stärker auf die bleischwere Instrumentierung rückt. Zwischendurch fällt das Riffgebirge mehrfach in sich zusammen, nur um sich zu schamanisch anmutenden Trommeln erneut aufzuschichten und im dröhnenden Finale zu einem lavaartigen Malstrom zu verschmelzen, der so unvermittelt endet, das der sanfte Start von „L’Implorante“ zunächst wie ein harter Bruch wirkt.
In den knappen vierzehn Minuten Spielzeit stricken BANK MYNA hier aber einen dichten Klangteppich zwischen ritualhaftem Minimalismus und bedrückender Schwere, die u.a. durch das Zusammenspiel der repetitiven Rhythmen und den Dissonanzen von Gitarre und Violine erzeugt wird. Das Finale kulminiert schließlich in einer Art rauschhaften Ruhe, die den Bogen zum Opener spannt und „Eimuria“ somit abrundet und unverhofft kurzweilig erscheinen lässt.


FAZIT: BANK MYNAs „Eimuria“ ist wahrlich eine Riffbank. Denn die Franzosen sparen nicht mit Drone-Referenzen, setzen aber zuvorderst auf eine beklemmende Stimmung, die von vielfältigen Instrumentierung herrührt. Zugleich wirkt die Herangehensweise der Musiker minimalistisch und oftmals auf das Wesentliche reduziert. Hierdurch stellt sich dank der Tempoverschleppung der Stücke eine düstere Katharsis ein, die einen am Ende doch ein wenig geplättet zurücklässt.

Dominik Maier (Info) (Review 137x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • No Ocean Of Thoughts
  • The Shadowed Body
  • The Other Faceless Me
  • Burn All The Edges
  • L’Implorante

Besetzung:

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