Partner
Services
Statistiken
Wir
Booby Tra: L(i)mbo (Review)
| Artist: | Booby Tra |
|
| Album: | L(i)mbo |
|
| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Thrash Metal, Crossover |
|
| Label: | Firecum Records | |
| Spieldauer: | 48:09 | |
| Erschienen: | 01.12.2025 | |
| Website: | [Link] |
BOOBY TRAP haben mittlerweile auch schon dreißig Jahre auf dem Buckel und mit „L(i)mbo“ steht seit Dezember 2025 das sechste Album der Portugiesen in den Läden. Entgegen dem Albumtitel servieren die Herren aber keine Tanzmusik, um sich den Körper zu verbiegen, sondern thrashen sich mit reichlich Crossover-Affinität durch die zwölf Stücke des Albums.
Der portugiesische Gesang mag dabei zunächst ungewohnt klingen, allerdings passt die gebellte Phrasierung von Pedro Junqueiro zu den groovebetonten Stücken, die hier und da auch mal SLAYER zitieren („Um Dia de Cada Vez“).
Mit „Antissocial“ wird außerdem TRUSTs „Antisocial“ durch den Sprachenfleischwolf gedreht, was dem Punk-affinen Track eine gewisse Frische verpasst, die sich zuvor auch in einem Stück wie „Máquina Militar“ andeutet.
„Maldicao“ dagegen lässt in Sachen Gitarrenarbeit zunächst an Bands wie PANTERA oder EXHORDER denken, dreht sich im weiteren Verlauf aber in Richtung Thrash-Punk, mit reichlich Dicke-Hose-Groove.
Während die übrigen Stücke in einem ähnlich gestrickten Thrash-Metal-Fahrwasser schippern, überrascht „Limbo“ mit fett groovendem Stoner-Riffing, das der Band erstaunlich gut steht und speziell dem Gesang mehr Präsenz verleiht.
Leider bleibt der Track der einzige Ausreißer in diese Richtung, denn „Nada de Nada“ thrasht wieder reichlich Punk-affin ins Gebälk, ehe der Abschluss „Matar ou Morrer“ deutlich stumpfer auf die Zwölf haut und speziell gesanglich mit dem ein- oder anderen Seitenblick gen Hardcore kokettiert.
FAZIT: BOOBY TRAPs „L(i)mbo“ bietet weniger feinfühlige Musik zur Gelenkübung, als vielmehr groovebetont die Thrash-Metal-Keule zu schwingen. Für das gemeine Ohr ungewohnt, liegt dabei im spanischen Gesang ein interessanter Reiz, der die gut gemachte Handwerkskunst der Musiker zusätzlich aufwertet. Allerdings nutzt sich dieser Effekt auch immer mehr ab, was der Musik aber nicht zwingend schadet.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Salvacao
- Um Dia de Cada Vez
- Sorte Maldita
- Cancao do Bandido
- Vulto
- Maldicao
- Será Que Há Vida Antes da Morte?
- Máquina Militar
- Limbo
- Antissocial (Trust Cover)
- Nada de Nada
- Matar ou Morrer
- Bass - Tójó
- Gesang - Pedro Junqueiro
- Gitarre - Wild Bull, Miguel Azevedo
- Schlagzeug - Hugo Lemons
- L(i)mbo (2025) - 10/15 Punkten
-
keine Interviews
Kontakt
