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Petrale: Goat At Sunset (Review)
| Artist: | Petrale |
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| Album: | Goat At Sunset |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Black Metal & more |
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| Label: | Eigenveröffentlichung | |
| Spieldauer: | 53:20 | |
| Erschienen: | 01.02.2026 | |
| Website: | [Link] |
"Manifestationen des Teufels in einer mediterranen, ländlichen, katholischen Gegend" inspirieren das kroatisch verwurzelte One-Man-Black-Metal-Projekt PETRALE zum neunten Album in zehn Jahren, und niemand muss sich Sorgen machen, dass hier ein Drum Computer steril den Takt für gesichtslose Kompositionen vorgibt.
Der Tausendsassa hinter PETRALE ist nämlich von Haus aus Schlagzeuger und hat sich während der Corona-Krisenjahre beigebracht, Gitarre und Bass so zu spielen, dass er diese Saiteninstrumente nicht weiter programmieren muss. Doch nur weil er in dieser Hinsicht eher ein Spätzünder ist, hält es PETRALE nicht ab, seine Kompositionen nach eigenem Gusto zu verwinkeln, mit allerhand kleinen Groteskerien auszustatten und es dabei ordentlich krachen zu lassen – wobei immer wieder zu hören ist, dass sich der Musiker vor allem hinterm Schlagzeug pudelwohl fühlt.
In der Mitte des Albums entspannt sich mit dem eingängigen "Hunter" eine ungewöhnliche Hit-Single über mehr als acht Minuten, deren Vibes mich sowohl an Dark Throne wie auch an Disharmonic Orchestra erinnern – das mag sich seltsam lesen, klingt jedoch verdammt vereinnahmend und nach guter, alter Sitte handgemacht.
Überhaupt geizt PETRALE nicht im Mindesten mit spannenden Ideen oder lässt an Durchschlagskraft missen, doch es ist nicht unbedingt so, dass hier unentwegt ein klar erkennbarer roter Faden auszumachen ist. Genau das allerdings verleiht der Musik, die nicht zuletzt stark vom Death Metal zehrt, einen ganz eigenen Reiz.
Der das Album beschließende und optimistisch tönende Track flirtet unverhohlen mit dem Post Metal – und entpuppt sich als Coverversion von Sven Väths "L‘Esperanza". Ein ebenso schöner Kontrast- wie Schlusspunkt.
"Goat At Sunset" wird als CD-R im ansehnlichen Digipak zum Kampfpreis angeboten ("value for money" ist hier keine Floskel), inklusive teuflischer Denksportaufgabe für Idiologen, die andere Menschen nach Äußerlichkeiten wie ihrer Herkunft oder ihrem Reichtum bewerten.
FAZIT: Alles andere als Black Metal von der Stange wird auf PETRALEs neuntem Album "Goat At Sunset" verwirklicht, das bei aller für das Genre typischen Härte und Räudigkeit mit bemerkenswertem Abwechslungsreichtum, u.a. in Form einiger unerwarteter Brüche und anderer Überraschungen aufwartet. Wer kann das anno 2026 noch von sich behaupten?
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Elevated Crosses For Everyone To See (Goat)
- Whatever Shouldn't Have Been Witnessed
- Dorsal Horn
- Inverted Forests, Sterile And Black
- Hunter
- One Stroke, One Vortex
- The Wedge That Was Supposed To Prevent Sin
- The Pulsating Conduit (Sunset)
- L'Esperanza (Sven Väth cover)
- Goat At Sunset (2026) - 12/15 Punkten
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