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The Samurai Of Prog: The 7 Voyages Of Sinbad (Review)

Artist:

The Samurai Of Prog

The Samurai Of Prog: The 7 Voyages Of Sinbad
Album:

The 7 Voyages Of Sinbad

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Sacrest Oy/Just For Kicks
Spieldauer: 66:07
Erschienen: 26.06.2026
Website: [Link]

Auf, auf über die 'Sieben Meere' mit Sindbad dem Seefahrer und mitten hinein in den besten retro-progressiven Rock-Ozean mit THE SAMURAI OF PROG. Ein Ozean, der nunmehr seit Ewigkeiten und einer unzähligen Album-Zahl eins immer ist: hohes Prog-Niveau, das mit jedem Album allen Anhängern des Siebziger-Jahre-Progs ein freudiges Gefühl nach dem anderen beschert.

Egal, wie es THE SAMURAI OF PROG unter ihren unumstrittenen Kapitänen Pörsti & Bernard auch mit ihren namhaften und zahlreichen Gästen angehen, am Ende kommt grundsätzlich – zumindest bisher – ein musikalisches wie soundtechnisches und konzeptionelles sowie gestalterisches Meisterwerk dabei heraus. Genauso wie nunmehr diese Reise durch eine prog-stürmische See auf „The 7 Voyages Of Sinbad“.

Falls in diesem Moment der eine oder andere deutschsprachige Leser stutzig wird, da ihm als aufmerksamen Märchenexperten ein kleines 'd' im Seefahrer-Namen fehlt, der sei hiermit beruhigt. Es handelt sich nicht um einen Schreibfehler oder zwei unterschiedliche Märchengestalten, sondern um die unterschiedliche Schreibung. Denn der im deutschen und arabischen Raum benannte Sindbad wird im englischsprachigen gebräuchlich als Sinbad benannt. Die sieben Reisen von ihm aus den „Märchen aus tausendundeiner Nacht“ bleiben hingegen die gleichen.

So darf man gerne noch einmal sein deutschsprachiges Märchenbuch vornehmen und sich diesem wirklich sehr spannenden Märchen hingeben, um sich dann voller Begeisterung der ebenso spannenden Vertonung von THE SAMURAI OF PROG hinzugeben.


Die nächste Frage, die zu „The 7 Voyages Of Sinbad“ aufkommen könnte, wäre: Warum acht Stücke, wenn es nur sieben Reisen sind?
Auch hier fällt die Antwort leicht: Das große Finale „Sinbad The Sailor“, also der letzte Song des Albums, erzählt nach den zuvor sieben gemeisterten Reisen aus Sicht von Sinbad die Geschichte für THE SAMURAI OF PROG zu Ende und endet mit den weisen wie bewegenden (von Chris Engels gesungenen) Worten: „If this shall be my last farewell - / Then let the sea decide... or tell“.

Bis es so weit ist, begegnen uns auf „The 7 Voyages Of Sinbad“ wiederum jede Menge namhafte Prog-Seefahrer aus noch namhafteren Bands, wie beispielsweise Roine Stolt von TRANSATLANTIC und den FLOWER KINGS oder der großartige SIMON SAYS-Sänger Daniel Fäldt oder der singende UPF-Geiger Steve Unruh und viele (insgesamt sind 20 Musiker an dem Album beteiligt) mehr.

Hiermit wäre auch die progressive Stoßrichtung vorgegeben und wohin uns der Prog-Kompass (zwischen ELP und YES, GENESIS und GENTLE GIANT, KAIPA und KING CRIMSON, FLOWER KINGS und SPOCK'S BEARD) auf dem aktuellen Album der zu Seefahrern gewordenen Samuraien führt.

Zur optischen Unterstützung dieser 67 Minuten andauernden, märchenhaften Reise findet man im 20-seitigen, wieder fantastisch von ED UNITSKY gestalteten Booklet, neben den märchenhaften Bildern nicht nur alle Texte, sondern zu jeder Reise auch einen kurzen Begleittext, der jedem Song vorangestellt wird. Je nach (Melo-)Dramatik bewegen sich die sieben Songs und das eine Instrumental (das ELP-lastige „The Valley Of Diamonds“) zwischen sechs und elf Minuten und lassen damit jede Menge Freiräume für verspielt-instrumentale Passagen, aber auch weiblichen Vokalisen-Gesang in „Mark The Stars“, um dann im „End Of The Day“ mehr als deutlich den FLOWER KINGS zu huldigen – natürlich mit einem Roine Stolt an der Gitarre und dem ehemaligen THE AUTUMN ELECTRIC-Sänger Michael Trew hinterm Mikro.

Klassisch, mittelalterlich und orchestral wird es dann auf dem Fast-11-Minuter „Trapped By Old Age“, bei dem besonders Rafael Pacha mit seinen Zithern, Flöten, Streichinstrumenten eine maßgebliche Rolle spielt, die öfter offensichtlich bei JETHRO TULL andockt, während Mr. Trew weiterhin das Mikro schwingt. Ein starkes, episches Stück, das man gerne als Highlight bezeichnen dürfte, was wiederum nicht wirklich zutrifft, denn auf „The 7 Voyages Of Sinbad“ ist im Grunde jedes einzelne Stück ein Highlight für sich, das durch seine speziellen Eigenarten, Besonderheiten, die Instrumentierung und den unterschiedlichen Gesang hervorsticht, bis am Ende Sindbad in der Ballade „Sinbad The Sailor“ seine Geschichte zusammenfassend zu Ende erzählt, die mit einem „The ocean whispered like an old regret, / As I set sail with royal debt.“ beginnt und besagtem „If this shall be my last farewell - / Then let the sea decide... or tell.“ endet.
Eine neverending story märchenhaften Progressive Rocks, der in Finnland seinen Ursprung hat und uns hoffentlich noch lange Zeit und mit vielen neuen wie einfallsreichen Kapiteln der THE SAMURAI OF PROG begleiten wird.
Bei „The 7 Voyages Of Sinbad“ darf man gerne ohne jegliche Bedenken vor Anker gehen!


FAZIT: Dieses Mal wählen THE SAMURAI OF PROG für ihr neues Meisterwerk mal wieder ein Märchenbuch („Geschichten aus tausendundeiner Nacht“), aus dem sie die sieben Reisen von Sindbad dem Seefahrer vertonen. Und auch bei „The 7 Voyages Of Sinbad“ stimmt wieder alles, womit THE SAMURAI OF PROG ihrem Bandnamen als unerbittliche Kämpfer für den Progressive Rock alle Ehre machen. Nicht nur eine Reise ins Märchenreich, sondern auch mitten hinein in die besten Zeiten des Seventies-Prog, inklusive eines fantastischen, durch Ed Unitsky gestalteten dreiflügeligen Digipaks plus 20-seitigem, märchenhaftem Text-Booklet.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 59x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • Guided By The Moon
  • The Valley Of Diamonds
  • Mark The Stars
  • End Of The Day
  • Trapped By Old Age
  • The Isle Of Wonder
  • The Last Shore
  • Sinbad The Sailor

Besetzung:

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