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Norilsk: Antipole (Review)
| Artist: | Norilsk |
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| Album: | Antipole |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Doom Metal |
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| Label: | Hypnotic Dirge Records | |
| Spieldauer: | 47:36 | |
| Erschienen: | 07.02.2025 | |
| Website: | [Link] |
Kanadier, die sich nach einer Stadt in der russischen Einöde benannt haben, spielen Doom Metal, der Einsamkeit und stellenweise auch Verzweiflung als emotionale Stilmittel in sich vereint. Dabei ist „Antipole“ thematisch geprägt von Verlust, psychischen Erkrankungen, aber auch der Verbundenheit der Musiker zu ihrer Heimat.
Diesen breitgefächerten Themenstrauß packen NORILSK in tragikschwangeren Doom Metal, der durch den überwiegend gurgelnden Gesang eine gewisse Nähe zum Death Metal aufweist, wobei die Musik (speziell die Gitarren) meist sehr melodisch ausfällt.
Stücke wie „Lotus Sanctus“ bündeln klassische Doom-Schwere mit stellenweise sehr melodischen Gitarren, die hier auch gerne als Stilmittel für Breaks verwendet werden. Zwar überrascht der abrupte Übergang zu einem kurzen Tempo-Schub im hinteren Drittel des Stücks weniger als gedacht, er zeugt aber immerhin davon, dass NORILKS durchaus um eine gewisse Vielfalt bemüht sind.
„Nunataks“ klingt dagegen ungleich spannender, startet es doch mit einem hypnotischen Lead, das im weiteren Verlauf um eindringlichen Groove und mehrstimmige Gitarrenarbeit ergänzt wird, die dem Flüster-Growlen von Nic Miquelton einen stimmungsvollen Gothic-Vibe verleihen.
Mit fast elf Minuten Spielzeit ist „La chute du géant“ der Gigant des Albums. Die Gitarren suhlen sich zunächst in tristen Melodien, zu denen das Flüstern der Stimme gleichsam traurig und ungreifbar erscheint. Im Refrain wird das Tempo etwas angezogen, ehe das Stück zu einem wendungs- und temporeichen Stück Düster-Metal aufblüht und von Doom-, über Gothic-, bis hin zu marginalen Death-Metal-Vibes eine interessante Stimmungspalette offeriert.
„La Fonte“ glänzt im Anschluss durch Beständigkeit und groovt energisch voran. Allzu überraschend kommen die instrumental reduzierten Strophen nicht. Als bekömmliches Stück, das etwas Tempo mitbringt, macht der Song aber eine gute Figur.
„Un chant pour les morts“ beschließt das Album mit trägen Grooves und düsterer Stimmung. Die Gitarren vermitteln Kälte, die im Zusammenspiel mit den tiefen Growls kurze Doom-Death-Qualitäten mitbringt. Allerdings sorgen die folgenden Melodien wieder für Momente der Leichtigkeit, die bis zum Schluss anhalten und „Antipole“ damit lichtvoller beenden, als es zunächst scheint.
FAZIT: Mit „Antipole“ haben NORILSK ein passables Doom-Metal-Album eingetütet, das durch seine einnehmende Atmosphäre gefällt. Mancher Schlenker im Songwriting wirkt zwar nicht gänzlich schlüssig, aber unterm Strich gelingen auch die Seitenblicke in Richtung anderer Genres. Damit verschwimmt die Grenze zwischen der emotionalen Licht- sowie Schattenseite beim Hören dieses Albums zunehmend, wodurch sich eine gewisse Spannung nicht leugnen lässt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Antipole
- D'ombre et de glace (l'asphyxie)
- Locus Sanctus
- Nunataks
- La chute du géant
- La fonte
- Un chant pour les morts
- Bass - Nic Miquelon
- Gesang - Nic Miquelon, Nick Richer
- Gitarre - Tom Hansen, Matt Maclvor
- Schlagzeug - Nick Richer
- Antipole (2025) - 9/15 Punkten
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