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Ash of Ashes: All Must Wither (Review)

Artist:

Ash of Ashes

Ash of Ashes: All Must Wither
Album:

All Must Wither

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Epic Skaldic Metal

Label: Metalloscope Music
Spieldauer: 43:02
Erschienen: 30.10.2026
Website: [Link]

Gleichwohl er Ulver bereits in den Neunzigern schätzen lernte, neigt Markus "Skaldir" Skroch tendenziell eher zum melodischen Schweden als zum rauen Norwegen, und diese Neigung spiegelt sich mehr denn je in seiner Musik, im Herbst 2026 auf dem dritten Album seines gemeinsam mit Morten (Skardus, Herne) betriebenen Projekts ASH OF ASHES. Die Epik von Bathorys Wikinger-Ära hallt weiterhin in Markus‘ Kompositionen nach, mehr noch allerdings der vom Prog und AOR beeinflusste Freigeist eines Dan Swanö. Wer sich "All Must Wither" in Ruhe anhört, der mag sich nach einer Weile fragen: Ist das überhaupt noch Metal…?!

Die "Warnung" sei deshalb gleich zu Beginn notiert: ASH OF ASHES spielen so schöngeistige Musik, dass es für Hinterhof-Metal-Punks wahrscheinlich kaum auszuhalten sein dürfte. Der Rest darf sich bereits nach zweieinhalb Minuten über ein Gitarrensolo von Simon Bihlmayer freuen, das sich gewaschen hat, und wird sich auch nicht länger den Kopf über Stilfragen zerbrechen, denn die Songs auf "All Must Wither" klingen schlichtweg zu einladend – das kann "man" als Musikliebhaber doch nicht ausschlagen…?
Der zweite Song "My Old Friend" tönt in etwa so, als ob ein uneheliches Kind von Moonsorrow und Asia zwanglos ins Blaue hinein musiziert. Im folgenden "King Of The Fallen" kann Mortens Keifen nur kurz davon ablenken, dass hier astreiner Power Metal zelebriert wird, und zwar mit einer mächtigen Prise Kitsch. Doch Markus arrangiert seine Lieder so ironiefrei wie nur möglich, und da fällt es nicht so schwer, ihm manch arg süße Melodie zu verzeihen.


Die Streicher-Arrangements im Titeltrack lassen ebenso aufhorchen wie der flotte Einstieg von "Ash of Ashes", und beide Nummern weisen darauf hin, dass sich "All Must Wither" als ein für die Identität der Band ganz prägnantes drittes Album erweisen könnte. Der Refrain wurmt sich jedenfalls gleich beim ersten Hören in die Ohren, und ein weiteres Solo von Simon Bihlmayer hebt den Song auf erhabenes Niveau.


Die Bezeichnung "Epic Storyteller Metal" wurde für die das Album beschließende Nummer "The Chronicler" erfunden, das mit 17 Minuten zu Buche schlägt und einen überraschenden Haken in Black-/Thrash-Gefilde schlägt, bevor Markus den Song mit seinem Klargesang binnen Sekunden einfängt und die Reise vergleichsweise optimistisch – natürlich dennoch melancholisch – weitergeht.
Bereits beim Vorgänger "Traces" hatte der Vollblutmusiker und Produzent seine Schwäche für "cheesy" Arrangements eingestanden, und diese schimmert auch auf dem dritten Album von ASH OF ASHES mehr als einmal durch, auf dem ich gerne auch wieder Gastsänger gehört hätte.

FAZIT: Mit ihrer eigenen Genre-Bezeichnung "Epic Skaldic Metal" tricksen ASH OF ASHES die Gralshüter der metallischen Reinheitslehren aus und präsentieren sich auf ihrem dritten Album "All Must Wither" unabhängiger noch als zuvor und legen vor allem mit ihrer 17-minütigen Nummer "The Chronicler" eine wahrlich epische Komposition vor. Ganz nebenbei wächst Markus als Sänger über sich und über die Grenzen von Metal hinaus.

Thor Joakimsson (Info) (Review 70x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Great Deceiver
  • My Old Friend
  • King of the Fallen
  • The River
  • All Must Wither
  • Ash of Ashes
  • The Chronicler

Besetzung:

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