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Annihilator: Criteria For A Black Widow (1999) – Remastered Vinyl Version (Review)
| Artist: | Annihilator |
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| Album: | Criteria For A Black Widow (1999) – Remastered Vinyl Version |
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| Medium: | Do-LP/Remaster | |
| Stil: | Thrash- und Heavy-Metal, Hardrock |
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| Label: | earMUSIC | |
| Spieldauer: | 50:41 | |
| Erschienen: | 17.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
„Mit diesen Neuauflagen rücken 'Criteria for a Black Widow' und 'Carnival Diablos' wieder ins Rampenlicht: wegweisende Alben, die aus Neuorientierung, Widerstandsfähigkeit und einem erneuerten Bekenntnis zu purer Metal-Intensität entstanden sind.“ (Statement von earMUSIC im Rahmen ihrer ANNIHILATOR-Veröffentlichungsoffensive alter Alben der Thrash-Metaller auf mit 45er-Geschwindigkeit abzuspielenden Doppel-Vinyl)
Schwarze Witwen bergen bekanntlich nicht nur eine immense Bedrohung in, sondern sie bringen auch jede Menge Gefahren mit sich, sowie sie sich in die Nähe ihrer Opfer begeben. Da kennen ANNIHILATOR keinerlei Erbarmen und machen sie gleich zum Mittelpunkt ihres 1999er-Albums „Criteria For A Black Widow“, das eine ganze Menge mit ihrem ebenfalls 'höllischen' Debüt-Album zu tuen hat.
Ob das mit solchem Hintergrund auch für die kanadischen Thrash- und Hardrock-Metallisten zum Verhängnis wird?
Garantiert nicht. Denn die knallharten Jungs legen eben thrashmetallig alle Kriterien dafür fest, ab wann man überhaupt erst zu einer 'Schwarzen Witwe' werden kann. Und da gehört eine ganze Menge dazu. So sollte man beispielsweise erst einmal die gut 50 Minuten knackigen Metals samt wildem Schreigesang überstehen – was bei allen (Achtung! Nicht ernst zu nehmende Genderei) weiblich gelesenen Zeitgenoss*innen durchaus zu Schwierigkeiten kommen könnte.
Denn welche holde Weiblichkeit lässt sich denn heutzutage noch von einem vor Kraft strotzenden männlichen Sänger anschreien, um deren mörderische Gesinnung hervorzuheben?
Längst wissen wir doch: Schuld sind immer die Männer!
Und nur wir richten solche Blutbäder an wie ANNIHILATOR in ihrem Album-Opener des Schwarze-Witwen-Albums.
Schon die ersten Stereo-Effekten mit den hin- und herspringenden Gitarren-Sounds hauen einen schlicht um – und machen jedem Hörer vor einer hochwertigen Stereo-Anlage klar, warum die Entscheidung, das Vinyl auf Doppel-LP in dieser 45er-Variante abzumischen, genau die richtige war. Von solcher Qualität wie auf „Criteria For A Black Widow (1999) – Remastered Vinyl Version“ hat man das 1999er-Album garantiert noch nie gehört! Auch zeigt diese Abmischung, welch grandioses Effekt-Potenzial bereits 1999 in dem Album steckte.
Eine Besonderheit neben der üblen Weiblichkeit ist an „Criteria For A Black Widow“, dass es dem 'Schreihals' Jeff Waters tatsächlich gelang, die (bis auf den sich strikt weigernden Bassisten Wayne Darley) komplette Urbesetzung, welche ehemals das Debüt „Alice In Hell“ so großartig machte, wieder zusammenzubekommen. Eine Tatsache, die sicher viele Fans der ersten Stunde, die gerade auf besagtes Album und den Nachfolger „Never, Neverland“ (1990) abfuhren, besonders begeistern sollte.
Es sollte das letzte Mal sein.
So bekommt dieses 1999er-Album natürlich eine gehörige Höllenschlagseite aus dem Jahr 1989 mit über-verholfen. Damals tourten ANNIHILATOR, um genügend Aufmerksamkeit zu gewinnen, gemeinsam mit TESTAMENT durch die USA. Es war eine kluge Entscheidung, denn nach ihren Auftritten blieb die erhoffte Aufmerksamkeit tatsächlich nicht aus – und dass die Kanadier von ihrem Sound her deutlich den Headlinern der Tour ähnelten, bescherte ihnen natürlich zugleich viele Fans aus dem TESTAMENT-Umfeld, die dann mit dem folgenden „Never, Neverland“ wiederum bestens von ANNIHILATOR bedient wurden.
Und Überraschung (!!!): Das Album endet mit einer fetten Instrumental-Ballade („Mending“), in der ANNIHILATOR ihren Frieden mit allen 'Schwarzen Witwen' dieser Welt schließen und diese – vorausgesetzt sie sollten so lange zwischen den Lautsprecher-Boxen ausgehalten haben – glücklich machen, so unter der Prämisse: „Hey, nehmt euch und uns nicht so ernst. Wir wollen doch alle nur auf unsere Art lieb sein, egal ob wir Männer killen oder killermäßige Gitarreriffs und Growls rauslassen!“
FAZIT: „Criteria For A Black Widow (1999) – Remastered Vinyl Version“, das damals siebte Studio-Album der kanadischen Schwermetaller ANNIHILATOR, klingt in dieser extrem hochwertigen 45er-Vinyl-Neuabmischung extrem reizvoll, da der Sound sehr effektvoll und kristallklar für ungewöhnliche Stereo-Stimmungen sorgt. Hört sich vom Plattenspieler vor einer hochwertigen Anlage tatsächlich großartig an und vermittelt sogar einen stellenweise neuen Blick auf Waters Absicht hinter „Criteria For A Black Widow“, die nunmehr auf diesem in 45er-Geschwindigkeit aufgenommen Vinyl-Master erst richtig zum Ausdruck kommt – und bei dieser Besetzung dem bereits großartigen 1989er-Debüt „Alice In Hell“ huldigt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Seite A (15:46):
- Bloodbath (5:21)
- Back To The Place (5:34)
- Nothing Left (4:51)
- Seite B (17:37):
- Schizos (Are Never Alone – Part III (5:52)
- Criteria For A Black Widow (5:57)
- Punctured (5:48)
- Seite C (10:04):
- Loving The Sinner (4:38)
- Double Dare (5:26)
- Seite D (7:14):
- Sonic Homicide (4:28)
- Mending (2:46)
- Bass - Jeff Waters
- Gesang - Randy Rampage
- Gitarre - Jeff Waters, Dave Scott Davis
- Schlagzeug - Ray Hartmann
- Metal (2007) - 8/15 Punkten
- Feast (2013) - 9/15 Punkten
- For The Demented (2017) - 12/15 Punkten
- Metal II (2022)
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- Refresh The Demon (1996) – Remastered Vinyl Version (2025)
- Remains (1997) – Remastered Vinyl Version (2025)
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