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Bruchbude: Wer nichts hat, kann nichts verlieren (Review)
| Artist: | Bruchbude |
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| Album: | Wer nichts hat, kann nichts verlieren |
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| Medium: | LP/Download | |
| Stil: | Indie-Pop und Deutsch-Rock |
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| Label: | Roof Music | |
| Spieldauer: | 25:47 | |
| Erschienen: | 08.05.2026 | |
| Website: | [Link] |
Steile These vorweg: Ist der Bandname der Dortmunder Indie-Poprocker BRUCHBUDE auf ihre Heimatstadt zurückzuführen?
Oder vertonen die Herren den Sound zu verfallenen Stadthäusern?
Vielleicht ein wenig von beiden und einiges mehr, denn „Wer nichts hat, kann nichts verlieren“ ist sowohl musikalische Therapie, als auch verdreht-zynische Anklage auf das Chaos in unserer aktuellen Gesellschaft.
Ein Titel wie „Abgefucked“ trifft es mit trotziger Energie auf den Punkt. Das Feature mit DAS LUMPENPACK nimmt sich die Spaltung und das Chaos unserer aktuellen Gesellschaft zur Brust und blickt mir süffisant tränendem Auge in die Zukunft.
Musikalisch agieren die Herren dennoch energisch und aufbrausend-positiv.
Tanzbare Beats und eingängige Melodien sind auf jeden Fall keine Mangelware auf diesem Album. Denn auch wenn BRUCHBUDE „Traurige Songs“ im Gepäck haben, malen die Herren keineswegs komplett schwarz.
„Honestly“ etwa bietet lockere Pop-Beats und Space-affine Synthies, zu denen sich der sanfte Gesang zügig im Ohr einnistet. Ob Songs wie „Die beste Schule“ dagegen wirklich den passenden Sound für Moshpits bieten, ist sicherlich diskutabel. Die Botschaft, dass Konzerte dagegen ein perfektes Lebenslehrprogramm sind, lässt sich ohne Widerspruch unterschreiben, zumindest aus den Augen eines Musikliebhabers. Schließlich trifft das besungen Freiheitsgefühl wohl kaum auf andere Events in dieser Form zu.
Mit „Der letzte Optimist“ beenden BRUCHBUDE das Album mit poppiger Sanftheit, wobei die Rap-Parts stimmlich an eine lebensfrohe und sanfte Version der 257ers denken lässt.
FAZIT: „Wer nichts hat, kann nichts verlieren“ erzeugt wohl kaum Bilder eines ruinösen Tempels der Menschlichkeit, aber BRUCHBUDE brauchen dennoch eine Therapiesitzung, um das Chaos dieser Welt zu verdauen, oder es wenigstens zu versuchen. Zwischen Radio-Pop und Seicht-Rock tänzeln die Herren mit der (Pseudo-)Punkbrille auf der Nase von einem Ohrwurm zum nächsten. Das klingt nach Sommer und verbreitet (weitestgehend) gute Laune, die aber ebenso schnell wieder verpufft, wie sie auftaucht.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Atme ein
- Tut gut
- Traurige Songs
- Rockstars
- Wer nichts hat, kann nichts verlieren
- Seite B:
- Italien
- Abgefucked (ft. Das Lumpenpack)
- Honestly
- Die beste Schule
- Der letzte Optimist
- Wer nichts hat, kann nichts verlieren (2026) - 10/15 Punkten
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