Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Bruchbude: Wer nichts hat, kann nichts verlieren (Review)

Artist:

Bruchbude

Bruchbude: Wer nichts hat, kann nichts verlieren
Album:

Wer nichts hat, kann nichts verlieren

Medium: LP/Download
Stil:

Indie-Pop und Deutsch-Rock

Label: Roof Music
Spieldauer: 25:47
Erschienen: 08.05.2026
Website: [Link]

Steile These vorweg: Ist der Bandname der Dortmunder Indie-Poprocker BRUCHBUDE auf ihre Heimatstadt zurückzuführen?
Oder vertonen die Herren den Sound zu verfallenen Stadthäusern?
Vielleicht ein wenig von beiden und einiges mehr, denn „Wer nichts hat, kann nichts verlieren“ ist sowohl musikalische Therapie, als auch verdreht-zynische Anklage auf das Chaos in unserer aktuellen Gesellschaft.


Ein Titel wie „Abgefucked“ trifft es mit trotziger Energie auf den Punkt. Das Feature mit DAS LUMPENPACK nimmt sich die Spaltung und das Chaos unserer aktuellen Gesellschaft zur Brust und blickt mir süffisant tränendem Auge in die Zukunft.
Musikalisch agieren die Herren dennoch energisch und aufbrausend-positiv.


Tanzbare Beats und eingängige Melodien sind auf jeden Fall keine Mangelware auf diesem Album. Denn auch wenn BRUCHBUDE „Traurige Songs“ im Gepäck haben, malen die Herren keineswegs komplett schwarz.


„Honestly“ etwa bietet lockere Pop-Beats und Space-affine Synthies, zu denen sich der sanfte Gesang zügig im Ohr einnistet. Ob Songs wie „Die beste Schule“ dagegen wirklich den passenden Sound für Moshpits bieten, ist sicherlich diskutabel. Die Botschaft, dass Konzerte dagegen ein perfektes Lebenslehrprogramm sind, lässt sich ohne Widerspruch unterschreiben, zumindest aus den Augen eines Musikliebhabers. Schließlich trifft das besungen Freiheitsgefühl wohl kaum auf andere Events in dieser Form zu.


Mit „Der letzte Optimist“ beenden BRUCHBUDE das Album mit poppiger Sanftheit, wobei die Rap-Parts stimmlich an eine lebensfrohe und sanfte Version der 257ers denken lässt.


FAZIT: „Wer nichts hat, kann nichts verlieren“ erzeugt wohl kaum Bilder eines ruinösen Tempels der Menschlichkeit, aber BRUCHBUDE brauchen dennoch eine Therapiesitzung, um das Chaos dieser Welt zu verdauen, oder es wenigstens zu versuchen. Zwischen Radio-Pop und Seicht-Rock tänzeln die Herren mit der (Pseudo-)Punkbrille auf der Nase von einem Ohrwurm zum nächsten. Das klingt nach Sommer und verbreitet (weitestgehend) gute Laune, die aber ebenso schnell wieder verpufft, wie sie auftaucht.


Dominik Maier (Info) (Review 113x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Atme ein
  • Tut gut
  • Traurige Songs
  • Rockstars
  • Wer nichts hat, kann nichts verlieren
  • Seite B:
  • Italien
  • Abgefucked (ft. Das Lumpenpack)
  • Honestly
  • Die beste Schule
  • Der letzte Optimist

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Laterne, Laterne, Sonne Mond und...

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!