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Hadal Sherpa: Memoria (Review)

Artist:

Hadal Sherpa

Hadal Sherpa: Memoria
Album:

Memoria

Medium: CD/Download
Stil:

Instrumentaler Progressive-, Psyche-, Kraut- und Space-Rock

Label: Eigenpressung/Just For Kicks
Spieldauer: 44:53
Erschienen: 27.02.2026
Website: [Link]

„Vesa Pasanen: Ruhe in Frieden! Ich bin sehr traurig, diese Nachricht über den Tod von Vesa, dem Lead-Gitarristen und Mastermind von HADAL SHERPA, zu überbringen. Diese Band war immer sehr von seiner Vision geprägt, und ohne Vesa wird HADAL SHERPA keine neue Musik mehr machen können. Wir haben einige unveröffentlichte Stücke, die nach einer langen Aufnahme- und Mischphase im Mai fertiggestellt wurden. Einige dieser Songs wollten wir nach 'Void Weaver' als unser drittes Album Ende dieses Jahres veröffentlichen, andere Anfang des nächsten Jahres. Höchstwahrscheinlich werden diese Songs irgendwann veröffentlicht werden.“ (Ville Kainulainen – Gitarrist von HADAL SHERPA)

Die kosmische Weltmusikreise mit den finnischen Musikpiloten HADAL SHERPA nicht nur durch Raum und Zeit, sondern durch das ganze instrumentale Universum aus Space-, Kraut-, Psyche- und Prog-Rock geht weiter. Nach dem echt starken gleichnamigen 2018er-Debüt und dem etwas schwächeren Nachfolger „Void Weaver“ (2025) folgt nun in kurzem Abstand „Memoria“, das sich sein warmes, beeindruckendes und finales Plätzchen zwischen beiden HADAL SHERPA-Werken einrichtet.

Eine im Grunde nicht völlig unerwartete Veröffentlichung, denn kurz nach den Aufnahmen von „Void Weaver“ verstarb der multiinstrumentale Kopf der Band, Vesa Pasanen, der Gitarren, Bässe, Synthies und Percussion bediente. Ein herber Verlust und eigentlich das angedachte Ende der Band. Allerdings stand da dieses 'Irgendwann' noch im musikalischen Raum, das der zweite Gitarrist von HADAL SHERPA bereits in seinem Pasanen-Nachruf angekündigt hatte. Nun also ist es mit „Memoria“ dafür so weit.


Es sind wirklich hochwertigen Aufnahmen, die wie versprochen nicht liegenblieben und nunmehr nach Vesa Pasanens Tod als HADAL SHERPA das Licht der Welt erblicken.
Zum Glück, kann man da nur feststellen. Denn hier kommt die geballte Stärke der finnischen Band erneut zum Ausdruck, die von floydianischen Schwebeflügen („Insomia“) über odlfieldschen KARFAGAN-Bombast („Maeror“) bis hin zu HAWKWINDschen Space-Klang („Omen“) und weltmusikalische Flötenausflüge in HÖSTSONATEN-Gefilde („Caligo“) gereicht. Immer wieder taucht hierbei auch (hintergründig) der Gesang von Pi Viana auf, der sich offensichtlich an den unvergleichlichen vokalen Exkursen der Backgroundsängerinnen auf PINK FLOYDs „The Great Gig In The Sky“ („Omina“) orientiert.


Spezielles Highlight ist natürlich das große, wohl endgültige, Finale rund um HADAL SHERPA, welches mehr als einmal an die gute alte „Wish You Were Here“-Zeit von PINK FLOYD erinnert. Der titelgebende Longtrack hinterlässt mit seinen 12 Minuten hypnotische Wirkungen, die zudem die unglaubliche Gabe der beiden Gitarristen Pasanen und Kainulainen noch einmal vertiefen. Gerne würde man noch mehr von HADAL SHERPA hören. Vielleicht gibt es ja noch ein paar Demos in dieser Qualität, die ebenso überraschend auftauchen wie „Memoria“. Doch das wird wohl unter der unumstößlichen Tatsache, das Vesa Pasanen nur noch in himmlischen Gefilden zur Gitarre greifen kann, ein leider unerfüllter Traum bleiben. Ein dauerhaftes wie beeindruckendes Gedenken hat sich die Band nach den insgesamt nur drei Alben in ihrem siebenjährigen Bestehen auf jeden Fall verdient.


FAZIT: Aller guten Dinge sind drei! Manchmal aber enden diese dann mit dem Dritten endgültig – so wie wohl die Geschichte der finnischen Instrumental-Band HADAL SHERPA, die durch den Tod ihres Frontmannes ihre Auflösung bereits bekanntgaben, aber mit „Memoria“ noch einmal ein echt starkes drittes Album mit Aufnahmen aus den Jahren 2021 bis 2025 in Gedenken an Vesa Pasanen veröffentlichen und damit zum letzten Mal durch ihr breit gefächertes Universum aus Space-, Kraut-, Psyche- und Prog-Rock, diesmal mit deutlich floydianischer Tendenz, reisen.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 152x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Omen
  • Caligo
  • Insomnia
  • Maeror
  • Omina
  • Memoria

Besetzung:

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