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Boarhammer: III : Instruments Of Fungal Intent (Review)

Artist:

Boarhammer

Boarhammer: III : Instruments Of Fungal Intent
Album:

III : Instruments Of Fungal Intent

Medium: MC/Download
Stil:

Ritualistic Black Metal from the Woods

Label: Eigenveröffentlichung
Spieldauer: 48:37
Erschienen: 31.10.2026
Website: [Link]

Wir schreiben das Jahr 2026. Der Herbst hat Einzug gehalten, die Pilze sprießen und das Deaf Forever wartet mit einer Diskussion über "KI" im Metal als Titelstory auf. Doch wer den Untergang des Heavy Metal fürchtet, hat die Rechnung ohne BOARHAMMER gemacht, die mit "III : Instruments Of Fungal Intent" aus dem Unterholz heranpreschen und auf tagesaktuelle Befindlichkeiten mal so gar keine Rücksicht nehmen.

Stattdessen entfacht das Duo solch unerhört garstigen Schabernack, dass sich allerhand Fragen stellen: Was haben The Vessel (Geifer, Gift und Galle, Schlagwerk, Bass) und Wodwoz (Gitarre, zusätzliches Gezeter) zu sich genommen – und worauf haben sie verzichtet, als sie "III" aufgenommen haben? Hat eigentlich der Kauz aus "Forest Grave Malediction" auch die Orgel in "Bauk" bedient? Wie episch kann Metal klingen, der von den Mainstream-Varianten kaum weiter entfernt sein könnte? Und wie unauffällig bis unverschämt – sprich: locker vom Hocker – lässt sich Black Sabbath und Sodom huldigen?
Eine andere Band, die mir beim Hören immer wieder in den Sinn kommt, während meine Kinnlade längst durch den Mulch gerauscht ist: Cathedral zu Zeiten von "In Memoriam" und "Forest Of Equilibrium", als Lee Dorrian zuweilen noch so "sang", als käme er gerade aus dem Morast gekrochen und es etwas unheimlich Außerweltliches hätte – mehr von einem finsteren Wesen als von einem Menschlein…
Der "Psychedelic Renaissance" einleitende Drum Beat klingt zudem sowas von "ausgebombt", das geht auf keine Kuhhaut und keinen Fliegenpilz, und dennoch gelingt den beiden Schraten der Schlenker in Richtung coole (!) Darkthrone und Valborg – ob sich da etwa ein Schwippschwager von Jan am zweiten Mikro verausgabt…?!
Und so verfliegt die Zeit im Fluge, während BOARHAMMER die "Underground Resistance" im heimischen Wald ausrufen – Gylve und Ted haben derweil das Nachsehen, pardon, sollten hier nachhören, wie schratiger Black Metal anno 2026 mit wuchtiger Performanz inklusive Beschwörungen und vielen starken Ideen dem handelsüblichen Allerlei eine lange Nase macht.

"III : Instruments Of Fungal Intent" erscheint als zunächst auf 111 Exemplare limitiertes Tape, doch es müsste schon mit dem Satansröhrling zugehen, wenn BOARHAMMER nicht über kurz oder lang von Gesellen mit grenzwertigem Geschmack zu einer weiteren Auflage gedrängt würden.

FAZIT: Das Mitreißende des ursprünglichen, rauen Heavy Metal interpretiert das Duo BOARHAMMER mit der Kaltschnäuzigkeit des in den frühen Neunzigern noch nicht gezähmten nordischen Black Metal und der Lässigkeit von Bands, die auf neumodischen Schnickschnack – Verzeihung! – eine große Portion Dung fallen lassen. "III : Instruments Of Fungal Intent" zählt somit zu den hörenswertesten METAL-Alben des Jahres 2026, auch wenn die Musik von geisterhaftem Größenwahnsinn gespeist scheint. Würde Barth von der Neudegg Alm noch unter uns weilen, würde ich ihm wohl keine aktuelle Aufnahme so sehr ans Herz legen wie diese. Seufz.

Thor Joakimsson (Info) (Review 84x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Forest Grave Malediction
  • Bauk
  • Psychotic Bogwich
  • Spirits, Yours is the Gift of Madness!
  • Psychedelic Renaissance
  • Shades in the Triangle
  • Schwammgeister
  • Gewitterlicht

Besetzung:

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