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Mindwork: Adrift (Review)

Artist:

Mindwork

Mindwork: Adrift
Album:

Adrift

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Death Metal

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 40:40
Erschienen: 27.08.2026
Website: [Link]

Auf „Adrift“ beschäftigen sich MINDWORK mit der Krankheit Alzheimer und dem damit einhergehenden Verlust von Erinnerungen und der eigenen Identität. Thematisch harter Tobak, den die Tschechen mit vertracktem Death Metal in ein entsprechend anspruchsvolles Gewand verpacken.
Hierbei treffen verspielte Instrumentalpassagen auf kantige Rhythmen, die aber doch immer den Weg zu einer eingängigen mitunter auch ruhigen Abrundung finden.


Soll heißen: Die Stücke wirken kaum zerfahren oder wie ein instrumentaler Flickenteppich, stattdessen schaffen es MINDWORK, ihre Musik fließen zu lassen, selbst wenn in manchem Moment ein vertrackter oder unerwarteter Auswärtsschritt an den Instrumenten vollzogen wird.
Dadurch entsteht zuweilen der Eindruck, dass die Emotionalität, die der Albumthematik ja durchaus innewohnt, von der frickelnden Instrumentalarbeit etwas in den Hintergrund gerückt würde. Allerdings setzen MINDWORK nach wie vor bewusst auf das Progressive im Death Metal und daher gehört manch instrumentaler Umweg zur musikalischen DNA der tschechischen Band.


Die Mischung aus Klargesang und heiseren Screams passt im Kontext des Inhalts der Texte sehr gut ins Bild. Denn die Stimme vermittelt manch sprunghaften Ausdruck, der zwischen Struktur und Chaos gefangen zu sein scheint.
Das kommt einer treffenden Beschreibung bzw. musikalischen Interpretation der Folgen auf die Psyche, sowie das allgemeine Leben von Alzheimerkranken und ihr Umfeld ziemlich nahe.


FAZIT: MINDWORKs „Adrift“ ist weder in Sachen Musik, noch bezogen auf seine textliche Thematik leichter Tobak. Denn die Kombination einer Beleuchtung des Verfalls des menschlichen Geistes und vertrackt-progressivem Death Metal bietet mehr als einen Moment für Knotenbildung in Herz und Hirn. Gelingt der Zugang zur Musik und zum Thema aber, dann findet sich hier ein solides Album vertrackter Hartmusik mit weichem bzw. emotionalem Kern.

Dominik Maier (Info) (Review 60x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Adrift
  • The Great Deception of Mind
  • Breach the Cosmos
  • A Moment of Clarity
  • The Party's Over (Talk Talk cover)
  • Solitary Man
  • The Branches and the Wind and the Rain
  • Mess from Now On
  • Stars

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Adrift (2026) - 11/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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