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Marco Bartoccioni: Bartok (Review)
| Artist: | Marco Bartoccioni |
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| Album: | Bartok |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Modern Blues, Rock |
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| Label: | Eigenproduktion | |
| Spieldauer: | 29:09 | |
| Erschienen: | 05.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
MARCO BARTOCCIONI alias Bartok trägt auf seinem selbstbetitelten Album „Bartok“ den Blues im Herzen, verpasst ihm jedoch eine markante Frischezellenkur aus Funk, Soul und dezenter Elektronik. „He Comes To Me“ marschiert mit federndem Groove voran und legt die Tanzfläche frei, bevor „Politicians Puppet“ mit einem staubig-polternden ZZ-TOP-Riff samt klassischem Solo dazwischen grätscht – roh und direkt.
Gleich darauf folgt die Allzweckwaffe des Blues – die klassische Leidensballade („Love Is Gone“). Hier erhält Bartoccionis rauchiges Organ den perfekten Raum, um tiefen Schmerz auszudrücken und gemeinsam mit der Steel-Guitar im Blues zu schwelgen. Um dem Album trotz des traditionellen Saiteninstruments eine moderne Note zu verleihen, sind die meisten Tracks mit sphärischen, flirrenden Elektro-Sounds unterlegt. Sie katapultieren traditionelle Bluesrock-Nummern wie „Wild Dogs“ direkt in die Gegenwart. Hier zeigt sich das klare Credo des Künstlers: Die Symbiose aus traditionellem Blues, funkigen Beats und modernen Soundelementen erweist sich als ein Konzept, das fast immer aufgeht.
Wer erst mal nur in einen Song hineinhören möchte, sollte bei „I’ve Got No Money“ starten: Hier treffen Hip-Hop-Tiefbass und geschmeidiger R&B-Gesang auf funkige Gitarren, treibende Beats und bluesige Steel-Gitarren-Licks, garniert mit lässigen 70er-Referenzen. Das Ergebnis: traditioneller Blues im frischen, zeitgemäßen Gewand – zugänglich, tanzbar und dennoch mit Substanz. Da sei die angestaubte Schunkel-Folk-Ballade „Burn In Your Soul“ zum Schluss verziehen.
FAZIT: MARCO BARTOCCIONI alias Bartok denkt auf seinem selbstbetitelten Album „Bartok“ den Blues nicht neu, aber er zieht ihm mit Nachdruck ein zeitgemäßes Outfit über. Zwischen staubigem Riff, leidenschaftlicher Steel-Guitar und pumpendem Groove gelingt dem Multiinstrumentalisten der Spagat aus Tradition und Moderne erstaunlich souverän.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- No Way Back
- He Comes To Me
- Politicians Puppets
- Love Is Gone
- Wild Dogs
- Lies And Lies
- I’ve Got No Money
- Burn In Your Soul
- Bass - Marco Bartoccioni
- Gesang - Marco Bartoccioni, Sara Jane Olog, Christina Grisolia
- Gitarre - Marco Bartoccioni, Roberto Luti, Christina Grisolia
- Keys - Marco Bartoccioni, Francesco Santalucia
- Schlagzeug - Piero Pierantozzi
- Sonstige - Marco Bartoccioni (Lap Steel Gitarre)
- Bartok (2026) - 12/15 Punkten
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