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Jon Spencer: Songs Of Personal Loss And Protest (Review)
| Artist: | Jon Spencer |
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| Album: | Songs Of Personal Loss And Protest |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Garage Punk, Blues, Soul |
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| Label: | Bronzerat Records | |
| Spieldauer: | 34:10 | |
| Erschienen: | 12.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
JON SPENCER liefert mit „Songs Of Personal Loss And Protest“ einen leicht angesäuerten Soundtrack aus der Punk-Garage. Zusammen mit seinen beiden Sidekicks Kendall Wind und Macky Spider Bowman macht der Mann das Beste aus aufreibenden Zeiten und kanalisiert seinen Frust in Musik.
Dabei trifft bassgetriebene Rauschmusik („Hangover“) auf Psychobilly-Punkrock („Knock 'Em Out“), ehe ein Song wie „Give It Up 4 The Devil“ den Lo-Fi-Garage-Rock-Trip mit einer vermeintlich positiven Botschaft versieht, denn die Frage aufzugeben, wird mit einem herzhaften „Hell, no!“ beantwortet.
Dass Massentauglichkeit derweil nicht das Ziel dieses Albums ist, zeigt die unbekümmert trashige Herangehensweise, mit der JON SPENCER ans Werk geht.
Soll es Elvis-like grooven?
Die Antwort liefert „Orange Slice Blues“.
Oder staubt der Sound zu wenig?
„Step On the Gas“ wirbelt selbigen mit trockenem Drive auf.
Nur gut, dass mit „Wet & Wild“ die (vermeintliche) Abkühlung auf dem Fuße folgt.
Am Ende folgt gibt’s mit „No More“ noch ein radikal spartanisches Requiem. Denn der Tod ist unausweichlich. Warum ihn also nicht mit offenen Armen empfangen? „Let go, you can go“ singt JON SPENCER im Fuzz-getränkten Refrain dieses Finales, wobei der trockene Nachhall der Musik doch ein wenig länger anhält, als gedacht.
FAZIT: JON SPENCERs „Songs Of Personal Loss And Protest“ bietet freigeistigen Garage Punk, der viel Soul atmet und nicht selten die Blues-Gitarre würdigt. Die verschiedenen Elemente des Sounds stehen sich dabei nicht im Weg, wodurch die marginal schräge Attitüde des Musikers standfest auf dem Boden musikalischer Tatsachen fußt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Side One:
- Fanfare (Another Point of View)
- Vermin Attack!
- Hangover
- Knock 'Em Out
- Give It Up 4 The Devil
- Mr. Lion
- Side Two:
- Orange Slice Blues
- Slip Away
- Step On the Gas
- I'm Taking Off
- Wet & Wild
- No More
- Bass - Kendall Wind
- Gesang - Jon Spencer, Kendall Wind, Macky Spider Bowman
- Gitarre - Jon Spencer, Kendall Wind
- Keys - Kendall Wind, Jon Spencer
- Schlagzeug - Macky Spider Bowman
- Spencer Sings The Hits (2018) - 11/15 Punkten
- Songs Of Personal Loss And Protest (2026) - 10/15 Punkten
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