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Nachtschatten: Polaris (Review)
Artist: | Nachtschatten |
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Album: | Polaris |
|
Medium: | CD/Download | |
Stil: | Melodic Death Metal |
|
Label: | Bleeding Nose Records | |
Spieldauer: | 47:50 | |
Erschienen: | 21.02.2025 | |
Website: | [Link] |
Der Bandname klingt wie aus dem Gothic-Kitschbaukasten entnommen, während das Cover-Artwork Assoziationen in Richtung Modern Metal bzw. Melodic Death Metal aufkommen lässt.
Nach dieser oberflächlichen Betrachtung stellt sich die Frage, was kann die Musik von NACHTSCHATTEN, die mit „Polaris“ ihr drittes Album von der Leine lassen?
Und tatsächlich bietet das Album von allen genannten Assoziationen etwas.
Das Riffing, der Sound, die Gitarrenmelodien wurzeln im melodischen Death Metal, wobei in Sachen Melodie und Stimmung ab und an Bands wie INSOMNIUM als potenzielle Inspiration für „Polaris“ im Dunstkreis des Sounds auftauchen.
Ausbrüche aus dem, oftmals recht klassisch anmutenden, Songwriting finden sich u.a. mit Stücken wie „Herz“, das, von Streichern untermauert, einen vertrackten Mittelteil mit minimaler Prog-Schlagseite mitbringt, was dem schmissigen Refrain zusätzlichen Antrieb verleiht. Manches instrumentale Solo ist aber sicherlich streitbar ist.
Das Zwischenspiel „Niedergang“ dagegen glänzt durch griffiges Spiel aller Instrumente, bei dem die Gitarren durchaus Hymnenqualitäten mitbringen und einen schlüssigen Übergang in „Ablass“ herstellen. Allerdings zeigt sich hier mit der Zeit eine Art Krankheitssymptom des Albums. Denn trotz opulenter Inszenierung von Streichern und Co. sowie kraftvollen Riffs und Druck in Sachen Groove, wirkt die Chose unterm Strich aalglatt und kann kaum kompositorische Widerhaken setzen.
Da können die Refrains noch so simpel-eingängig ausfallen, bzw. der Streicher-Kitsch von Stücken wie „Verehrung“ noch so interessant erscheinen, letzten Endes wirkt alles an „Polaris“ ein wenig zu dick aufgetragen.
Die Erwartung des Hörers wird immer wieder auf ein mögliches Instrumentalfeuerwerk oder einen unerwarteten Schlenker zugespitzt, der letzten Endes aber auf sich warten lässt.
Das schmälert den Gesamteindruck des Albums leider doch, noch dazu, weil Stücke wie „Purpur“ einige markige Ansätze erkennen lassen, wodurch der Eindruck entsteht, dass NACHTSCHATTEN hier insgesamt noch etwas unterhalb ihrer Möglichkeiten agieren. Nichtsdestotrotz haben…
FAZIT: …NACHTSCHATTEN mit „Polaris“ ein interessantes Album abgeliefert, das eine Band mit reichlich Potenzial in Sachen Musik und Text zeigt. Da es unterm Strich aber noch am atmosphärischen bzw. klanglichen Biss fehlt, bleibt der Eindruck bestehen, dass hier noch Luft nach oben für zukünftige Alben in den kreativen Kräften der Musiker schlummert.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Mutter der Galaxie
- Gestirne
- Eden
- Herz
- Niedergang
- Ablass
- Verehrung
- Purpur
- Spuren
- Im Eis
- Polaris
- Bass - Daniel Wengle
- Gesang - Daniel Wengle
- Gitarre - Dennis Blaser, Matthias Eing, Andreas Siefert
- Schlagzeug - Pascal Fitterer
- Polaris (2025) - 10/15 Punkten
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