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Cold: The Things We Can't Stop (Review)

Artist:

Cold

Cold: The Things We Can't Stop
Album:

The Things We Can't Stop

Medium: CD/Download
Stil:

Alternative Rock

Label: Napalm / Universal
Spieldauer: 44:45
Erschienen: 13.09.2019
Website: [Link]

Mit ihrer bereits sechsten Studioproduktion sind COLD - bekannt womöglich aufgrund ihrer Hitsingle 'Stupid Girl' mit Gastsänger Rivers Cuomo von Weezer im vergangenen Jahrzehnt - beim österreichischen Label Napalm untergekommen, wo sie viel kleinere Brötchen backen als zur Zeit ihres Schlüsselalbums “13 Ways To Bleed On Stage”, das mit der Auskopplung 'End of the World' zur Jahrtausendwende ein Soundtrack für junge Millenials wurde. Dessen ungeachtet zeigt "The Things We Can't Stop" eine erfahrene Combo, die derzeit unabhängig von der Frage, was sie kommerziell noch reißen mag, womöglich ihre goldenen Jahre erlebt.

Eine kurzzeitige Schreibblockade hielt den Multi-Instrumentalisten S. Ward als treibende Kraft nicht davon ab, einige seiner stärksten Songs überhaupt zu komponieren. Ob die Ursache u.a. in der Tatsache besteht, dass er sich im Vorfeld seiner Wurzeln besann und auf das zurückgriff, was ihn einst zur Musik führte? Man hört der Scheibe zumindest nicht direkt an, dass sie von den Indie-Rock-Vorbildern des Bandkopfs angeregt wurde, denn selbst 'Run' (im Original von den Alternative-Helden Snow Patrol) wird auf COLD-eigene Weise interpretiert.

Angesichts sowohl im sonnigen Kalifornien als auch in waldiger Abgeschiedenheit entstandener Stücke verwundert das divergente Bild nicht großartig, das "The Things We Can't Stop" zeichnet. Die einzelnen Tracks sind als musikalische Einträge in ein Tagebuch zu verstehen und unterscheiden sich dementsprechend in ihrer Grundstimmung, obgleich eine fließende Entwicklung nachvollziehbar ist.

Nach dem überraschend einschmeichelnden Beginn mit 'Shine' und 'Snowblind' streben COLD mit dem kurzen, in seiner Klanggewalt stetig fülliger werdenden 'The Devil We Know' und der die Sonne am Horizont aufgehen lassenden Hymne ins Weite. Im Verlauf der restlichen Stücke gewinnt man den Eindruck, das anfängliche Versprechen, ein 'Better Human' werden zu wollen, relativiere sich zunächst in Akzeptanz ('The One That Got Away') und gehe letztlich - ein bisschen Klavier-Kitsch inklusive während 'Beautiful Life' sowie We All Love' in Erfüllung.

FAZIT: Nach über 20 Jahren im Geschäft macht COLD niemand mehr etwas vor. Die Amerikaner müssten wenn nicht jetzt, dann nie in Europa Fuß fassen, denn "The Things We Can't Stop" bildet eine kommerziell im Prinzip einträchtige Schnittmenge aus typischem New Artrock und - jawohl - frühen Coldplay ab.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 419x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Intro
  • Shine
  • Snowblind
  • The Devil We Know
  • Run
  • Better Human
  • Without You
  • Quiet Now
  • The One That Got Away
  • Systems Fail
  • Beautiful Life
  • We All Love

Besetzung:

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