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Accept: Too Mean to Die (Review)

Artist:

Accept

Accept: Too Mean to Die
Album:

Too Mean to Die

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Nuclear Blast / Believe
Spieldauer: 52:15
Erschienen: 29.01.2021
Website: [Link]

Nicht dass ACCEPT jemals miesepetrig gewesen wären, doch auch in einem gesellschaftlichen, politischen und nicht zuletzt ökologischen Ausnahmeklima wie jenem des Jahres 2020 tun die Teutonic-Metal-Urgesteine einen Teufel, sich den Spaß am Stahlkochen verderben zu lassen. Dennoch: Aufregung im Zusammenhang mit der Band dürfte zumindest unter ihren Fans entstanden sein, als bekannt wurde, dass Bassist Peter Baltes, mit dem Gitarrist Wolf Hoffmann seit Ewigkeiten gemeinsam komponierte und der den stoischen Groove der Urgesteine maßgeblich mitprägte, sein Handtuch im Vorfeld des neuen Albums geworfen hatte.

Den Posten besetzte dann der wie Hoffmann vor Jahren in die USA emigrierte Deutsche Martin Motnik, woraufhin ACCEPT kürzlich sogar einen draufsetzten, indem sie sich in eine Triple Axe Attack verwandelten – mit Philip Shouse aus Alabama als drittem Klampfer. Eine stilistische Veränderung lässt sich auf ihrem 16. Studioalbum allerdings nicht ausmachen; schon bei ‚Zombie Apocalypse’, einem kämpferischen Midtempo-Einstieg mit Doublebass-Einwürfen, gewinnt man den Eindruck, die Gruppe fahre einfach so fort wie auf ihren letzten paar Alben seit Mark Tornillos Einstieg.

Überhaupt scheint "Too Mean to Die" ungeachtet der personellen Veränderung während seiner Entstehung noch einmal zu bestätigen, wie wichtig der Sänger für die Band geworden ist. Bei aller Nostalgie und tiefem Respekt vor Udo Dirkschneider kann man sich Stücke wie den Titeltrack (mit klassisch teutonischer Bratgitarre zu flottem Achtel-Rhythmus) oder den melodisch einschmeichelnden Feger ‚No One's Master’ kaum mit dem Ur-Frontmann des nunmehrigen Sextetts vorstellen.

Wohingegen ‚Overnight Sensation’ und ‚Sucks To Be You’ eher in die Kategorie "unauffällige Rocker" fallen, ist die bedrohliche Video-Auskopplung ‚The Undertaker’ mit den unverkennbaren "Kosaken"-Chören ein echter Winner; selbige veredeln auch ‚How Do We Sleep’, das relativ verspielt daherkommt und mit fast sechs Minuten die fast längste Nummer im Aufgebot ist. ‚Symphony Of Pain’ wiederum bietet jene geilen mehrstimmigen Leads, die mit einem dritten Klampfer fortan gerade live noch eindrucksvoller klingen dürften.

Derweil die Ballade ‚The Best Is Yet To Come’ zum Schunkeln und eher verzichtbar ist (okay, Tornillo zeigt hier zumindest, dass er eigentlich nicht ständig seine Reibeisenstimme bemühen müsste), gehört auch das muskulös peitschende ‚Not My Problem’ zu den Highlights der Scheibe - genauso wie das stimmungsvolle Instrumental ‚Samson And Delilah’, das die Scheibe mit orientalischer Note ausklingen lässt.

FAZIT: ACCEPT in bewährter Form mit einigen ungewöhnlich starken Ausschlägen nach oben und den üblichen ein, zwei Gurken zwischendurch. Auf diese Weise darf die deutsche Metal-Legende gern noch etliche Jahre weitermachen, egal wer sich neben Hoffmann und Tornillo sonst im Line-up tummelt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1677x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Zombie Apocalypse
  • Too Mean To Die
  • Overnight Sensation
  • No One's Master
  • The Undertaker
  • Sucks To Be You
  • Symphony Of Pain
  • The Best Is Yet To Come
  • How Do We Sleep
  • Not My Problem
  • Samson And Delilah

Besetzung:

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Interviews:
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