Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

CB3: Aeons Live Session (Review)

Artist:

CB3

CB3: Aeons Live Session
Album:

Aeons Live Session

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Rock

Label: The Sign / Cargo
Spieldauer: 28:03
Erschienen: 15.01.2021
Website: [Link]

CB3 alias Charlottas Burning Trio erinnerhn mit dieser im Februar 2020 kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie entstandene Aufnahme daran, dass sie noch existieren und sich bester Gesundheit erfreuen. Während sich der Titel "Aeons Live Session" in Bezug auf ihr jüngstes offizielles Album selbst erklärt, hat die Darbietung den Charakter einer zwanglos lässigen Jam-Session, komplett mit improvisierten, also auf dem Originalwerk in dieser Form nicht gehörten Solos, die das ständige An- und Abschwellen des im Signalverket im schwedischen Malmö mitgeschnittenen Materials umso kurzweiliger machen.

Die Gruppe bietet sowohl Doom-Metal-mäßig knarrende Riff-Kaskaden in Zeitlupe als auch lichte Momente mit verhallt singenden Melodien, wobei die zugrunde liegenden Songstrukturen selbst in Bezug auf den freien Duktus, den eine solche Performance grundsätzlich begünstigt, jederzeit erkennbar bleiben.

Folglich bleibt 'Acid Haze' wie in der Studioversion ein Zwitter aus einerseits Zähfließendem und andererseits Hawkwind-artig monoton Treibendem, ehe 'Sonic Blaze' im Grunde nur um eine rauschende wie rauschhafte Passage nahezu völliger Ruhe erweitert wurde. Unterdessen fiept und gluckert es, als stünden CB3 kurz vor einem Zusammenbruch, doch dieser geschieht nicht.

Keyboard-Klänge - oder werden diese kuriosen Töne mit Gitarren-Effekten erzeugt? - katapultieren den Dreier auch im abschließenden und mit unter acht Minuten kürzesten Track 'Warrior Queen' in den Space-Rock-Äther. Unabhängig davon ist es wie auf dem noch aktuellen Studio-Dreher der Formation ("Aeons") ein besonders leicht zugängliches Stück und somit stimmiges Finale, das diesen potenziellen Erstkontakt für viele Fans Jam-lastiger Psych-Mucke nicht auch schon zur letzten Auseinandersetzung mit der Band macht.

FAZIT: Eine knappe halbe Stunde vermeintlich bewusstseinserweiternder Musik im Zeichen des psychedelischen Rock der späten 1960er und frühen 1970er, buchstäblich ohne Netz und doppelten Boden in Szene gesetzt und auch deshalb maximal unterhaltsam, weil CB3 ihre Umsicht, was handfeste Song-Arrangements angeht, zu keiner Zeit verlieren.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 737x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Acid Haze
  • Sonic Blaze
  • Warrior Queen

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier gibt Milch?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!