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OMD: Souvenir: The Singles (1979-1987) + The Singles (1988-2019) (Review)

Artist:

OMD

OMD: Souvenir: The Singles (1979-1987) + The Singles (1988-2019)
Album:

Souvenir: The Singles (1979-1987) + The Singles (1988-2019)

Medium: CD/Download/3-LP-Set/Ltd. Box
Stil:

Synthie und Electro-Pop, New Wave

Label: OMD
Spieldauer: 149:42
Erschienen: 04.10.2019
Website: [Link]

Zum 40. Jahrestag ihrer Gründung bringen ORCHESTRAL MANOEUVRES IN THE DARK eine Box und mit fünf CDs und zwei DVDs heraus, die obendrein ein gebundenes Buch mit teilweise bislang unveröffentlichten Fotos, Illustrationen und einem Vorwort von Paul Morley bzw. Anmerkungen zum Archivmaterial seitens Andy McCluskey enthält Auf den Tonträgern befinden sich sämtliche Singles der Alben "Electricity" bis "What Have We Done" sowie das neue Stück 'Don't Go', darüber hinaus einen ebenfalls noch nie offiziell erschienenen Konzertmitschnitt aus dem Londoner Hammersmith Odeon von 1983 (zur Platte "Dazzle Ships"), 22 nun erstveröffentlichten, neu gemixten Demoaufnahmen, weitere Live-Tracks aus den Kellern der BBC sowie einen 2011er Gig der Gruppe aus der "History of Modern"-Phase.

Das Videomaterial beläuft sich hingegen auf Auftritte von OMD im britischen Fernsehen, u.a. bei "Top Of The Pops", "The Old Grey Whistle Test" oder "Later With Jools Holland", und je eine Show, die 1985 in der Sheffield City Hall respektive 1981 im Theatre Royal in der Londoner Drury Lane stattfand, eine weitere Live-Show sowie "Crush - The Movie" als Dreingabe. Starker Tobak - in der abgespeckten Version unter dem Titel "Greatest Hits" als Doppel-CD oder Dreifach-Vinyl zu haben; erstere liegt uns zur Besprechung vor.

Die Millionenseller haben auch mit der "sparsamen" Variante ein umfassendes Best-of-Programm kompiliert, gleichwohl die Selektionen auf den kürzlich neu aufgelegten Schlüsselwerken "Orchestral Manoeuvres In The Dark" (1980), "Organisation" (1980), "Architecture & Morality" (1981) und "Dazzle Ships" (1983) gründen. Naiv melodische Ohrwürmer wie 'Electricity' bestechen durch ihre Schlichtheit und verkörpern den Archetyp des Synth Pop auf mustergültige Weise.

OMD waren echte Meister des Hit-Minimalismus, denen kaum jemand das Wasser reichen konnte, und beherrschten Balladen wie den getragenen Gassenhauer 'Maid of Orleans' in gleichem Maß, wie ihnen tanzbare Hymnen ('Tesla Girls', 'We Love You' …) zwanglos von der Hand gingen. Die taufrische Nummer ''Don't Go' - dramatischerweise ganz ans Ende gesetzt - überführt den traditionellen Bandsound insofern in die Gegenwart, als sie subtile Wehmut in simplen Tonfolgen ausdrückt, ohne dass OMD ihren Sound in nennenswerter Art modernisiert hätten.

FAZIT: "The Singles" ist seinem Titel gemäß eine erschöpfende Hit-Rückschau, die einen ausgewogenen Querschnitt der bisher 13 Alben von Andy McCluskey und Paul Humphreys bietet. Wann kommt Scheibe Nummer 14?

PS - Und hier noch ein kleiner Zuschlag vom Chefredakteur Thoralf, der Andreas in ganzer Linie zustimmt, aber gleich noch ein paar Videos der Songs und Live-Hinweise mit einbindet:

Nun haben sie auch schon 40 Jahre auf dem Musik-Buckel, die beiden Herren Paul Humphreys & Andy McCluskey mit einem der längsten Projekt-Namen der Pop-Musik-Geschichte, den sie dann wahrscheinlich auch aus Verzweiflung und der Schnelllebigkeit unserer Zeit wegen auf OMD runtergedampft haben.
ORCHESTRAL MANOEUVRES IN THE DARK feiern ihren 40sten mit einem 3-LP-igen oder doppel-CD-igen „Souvenir“, aber auch einer limitierten 5-CD-2-DVD-Box im 10“er Format voller „Greatest Hits“ (Na, na – so viele, wie hier zu finden sind, hatten die beiden „Sailing The Seven Seas“-Jungs niemals!) und gerade mal einem neuen Song mit dem nichtssagenden Titel „Dont Go“. Obwohl – es sind ja nicht wirklich die größten Hits, sondern die wohl komplette Sammlung aller auf Singles (Ja, die waren besonders in den 80ern speziell der Discos wegen noch extrem schwarzvinylig angesagt!) erschienenen OMD-Titel der Jahre 1979 bis 2019. Allesamt wurden einem klangvollen Remaster unterzogen und sind auch aus heutiger Sicht größtenteils feine (Radio-)Songs voller Ohrwurm-Melodien und größtenteils belanglosen Texten.

Mit ihrer Musik surften OMD auf einer sanften, neuen Pop-Welle gemeinsam mit solch durchaus beachtlichen Pop-Bands der 70er/80er, wie THE HUMAN LEAGUE, ULTRAVOX, SPANDAU BALLET, DEPECHE MODE, ERASURE oder YAZOO. Eben eingängiger Electro- und Synthie-Pop mit gutem Gesang und einigen Hooklines, die zu Evergreens taugten. Im Falle von OMD waren dies besonders ihr erster Hit aus dem Jahr 1979 „Electricity“, aber auch „Enola Gay“ (1980) und natürlich das dem Album seinen Namen verleihende „Souvenir“ (1981), dem im Laufe der Jahre regelmäßig bis 1998 weitere Hits folgten.
Dann kam‘s zur Auflösung, doch nicht zum endgültigen Ende, denn 2006 fanden sich Andy & Paul erneut in OMD zusammen, um ihren zwar nicht mehr ganz so erfolgreichen, aber durchaus für sie lohnenswerten Musik-Weg fortzusetzen, der mit „„Walking On The Milky Way“ sowie „Universal“ (beide aus dem Jahr 1996) beendet worden war und sich nun wieder mit „If You Want It“ und „Sister Mary Says“ (beide aus 2010) fortsetzte.

Alles Weitere ist Geschichte und seit „Don't Go“ auch wieder Gegenwart, die dann ab dem 25. November 2019 in neun Deutschland-Konzerten (Rostock, Dresden, Leipzig, 2mal Berlin, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt/Main) ihre Live-Fortsetzung findet!

Andreas Schiffmann (Info) (Review 562x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
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  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Disc 1 - The Singles 1979 - 1987
  • Electricity
  • Red Frame/White Light
  • Messages
  • Enola Gay
  • Souvenir
  • Joan of Arc
  • Maid of Orleans
  • Genetic Engineering
  • Telegraph
  • Locomotion
  • Talking Loud and Clear
  • Tesla Girls
  • Never Turn Away
  • So in Love
  • Secret
  • La Femme Accident
  • If You Leave
  • (Forever) Live and Die
  • We Love You
  • Shame
  • Disc 2 - The Singles 1988 - 2019
  • Dreaming
  • Sailing on the Seven Seas
  • Pandora's Box (It's a Long, Long Way)
  • Then You Turn Away
  • Call My Name
  • Stand Above Me
  • Dream of Me
  • Everyday
  • Walking on the Milky Way
  • Universal
  • If You Want It
  • Sister Marie Says
  • History of Modern (part 1)
  • Metroland
  • Dresden
  • Night Café
  • Isotype
  • The Punishment Of Luxury
  • What Have We Done
  • Don't Go

Besetzung:

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