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Mass Worship: Mass Worship (Review)

Artist:

Mass Worship

Mass Worship: Mass Worship
Album:

Mass Worship

Medium: CD/Download
Stil:

Death / Post Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 26:42
Erschienen: 18.10.2019
Website: [Link]

"Darkened Metal", so bezeichnen Century Media den Stil dieser unbeleckten Newcomer, deren Mitglieder aus mehreren skandinavischen Staaten stammen, aber Anfang 2018 in Stockholm zusammengefunden haben. MASS WORSHIP wissen bereits mehrere prominente Bewunderer hinter sich, verströmen aber nicht nur heiße Luft, wie sich beim Hören ihres Debüts herausstellt.

Das Quartett bedient sich zwar einer anachronistischen Death-Metal-Ästhetik, doch dieser Stil nimmt nur eine marginale Rolle in ihrem eigenen ein. Die über das Mini-Label Isolation erschienene Single “Spiritual Destitution” deutete bereits an, dass MASS WORSHIP moderner aufgestellt sind, und auf ihren im Anschluss an deren Veröffentlichung gegebenen Konzerten ließ sich erkennen, dass auch die Attitüde eine andere, weniger verbindliche ist.

So jongliert der Vierer auf "Mass Worship" zwanglos mit Deathcore-Stilmitteln, regelrecht stumpfen Hardcore-Parts und einer latent apokalyptischen Atmosphäre, wie man sie von Neurosis oder Converge kennt. So erdrückend roh und zugleich druckvoll, wie die Produktion klingt, könnte sie übrigens glatt von Kur Ballou, dem Gitarristen der letztgenannten stammen (hat was von den letzten beiden Vallenfyre-Scheiben, der Sound), doch die an mehreren Orten vorgenommenen Aufnahmen wurden letztlich teilweise von Fredrik Nordström im geschichtsträchtigen Studio Fredman nachbearbeitet.

Wie dem auch sei, im Rahmen seiner kurzen Spielzeit funktioniert dieses Album recht gut, zumal sich MASS WORSHIP aufs Zeichnen finsterer Stimmungsbilder verstehen - Schattenseiten des Menschseins, die jeder kennt und dennoch kaum jemand anspricht, wie die Band selbst sagt. Das unverfälscht negative Treiben zieht allerdings einen Klumpfuß nach sich, denn so stimmungsvoll und effektiv sich die Beteiligten auch verausgaben, lässt ihr Songwriting noch zu wünschen übrig.

Das spannungsgeladene Doppel aus 'Sibylline Divination' und 'Serene Remains' muss fürs Erste als einzige Glanzleistung von MASS WORSHIP genügen; ansonsten ist das alles noch zu viel Breakdown-Einerlei und irrtümliche Selbstsicherheit dahingehend, dass der abgrundtief finstere Klang allein "es" schon richten wird.

FAZIT: "Mass Worship" bringt einen reizvollen Genre-Cocktail aus alten und zeitgenössischen Zutaten zu Gehör, bloß sollten die Schöpfer den Drink beflissener zusammenrühren und die Mengen der jeweiligen Bestandteile sorgfältiger aufeinander abstimmen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 503x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Celestial
  • Spiritual Destitution
  • Sibylline Divination
  • Serene Remains
  • Below
  • Proleptic Decay
  • Dreamless Graves
  • Downpour

Besetzung:

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