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In Flames: Siren Charms (Review)

Artist:

In Flames

In Flames: Siren Charms
Album:

Siren Charms

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Pop

Label: Sony Music
Spieldauer: 45:05
Erschienen: 05.09.2014
Website: [Link]

Der Weg IN FLAMES‘ vom Death Metal zum Pop ist im Grunde genommen seit Jahren vorgezeichnet; der Vorgänger „Sounds Of A Playground Fading“ hatte mit Heavy Metal nur noch am Rande zu tun, und so ist es nicht erstaunlich, dass von „Siren Charms“ auch die letzten Krümel an Dreck und Krach gefegt worden. Es lebe der Pop.

Muss man, darf man das der Band vorwerfen? Natürlich nicht, jede Band hat das gottverdammte Recht, die Musik zu spielen, die sie will. Und wenn Anders Fridén und Co. eben der Sinn danach steht, von vorne bis hinten vorhersehbare Musik zu machen, die deutlich näher an DEPECHE MODE oder U2 steht als an jeder anderen Heavy-Metal-Band, dann dürfen das IN FLAMES natürlich. Dann müssen sich die Schweden allerdings auch damit abfinden, dass sich vermutlich auch die letzten übriggebliebenen Fans der Anfangsphase abwenden angesichts der Tatsache, dass „Siren Charms“ von A bis Z ohne jegliche Dynamik dahinplätschert, dass man kritisiert, dass Fridén nach dem früheren Growlen und dem zwischenzeitlichen Klargesang mittlerweile beim weinerlichen Jammerton angekommen ist, dass zahllose Melodien austauschbar und beliebig klingen, dass einfach das gesamte Album so klingt, als sei es nach der Analyse eines 150-köpfigen Marketingteams entstanden. Hier noch ein Piepen, da ein Fiepen, dort ein schmieriges Duett mit einer schwedischen Sopranistin, dort ein paar windige Akustikgitarren – man mag es eigentlich nicht glauben, dass man mit einer derart offensichtlichen Strategie ernsthaft den Status der Band noch weiter ausbauen kann. Aber was ist im Musikbusiness schon logisch?

FAZIT: Niemand hat ein zweites „The Jester Race“ erwartet. Aber ein derart zahnloses Album, das sich bar jeglicher Intensität von dünnen Liedchen zu dünnen Liedchen schleppt, lässt den Hörer, der immer noch eine kleine Hoffnung dahingehend hatte, dass nach „Sounds From A Playground Fading“ das Pendel doch noch einmal in die andere Richtung ausschlagen möge, fassungslos zurück.

Lothar Hausfeld (Info) (Review 4304x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 4 von 15 Punkten [?]
4 Punkte
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Tracklist:
  • In Plain View
  • Everything's Gone
  • Paralyzed
  • Through Oblivion
  • With Eyes Wide Open
  • Siren Charms
  • When The World Explodes
  • Rusted Nail
  • Dead Eyes
  • Monsters In The Ballroom
  • Filtered Truth

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
Kommentare
Tom
gepostet am: 20.09.2014

Ich glaube, das einzige, was einen fassungslos zurück lässt, ist das Review. Also ob IN FLAMES nun entschieden hätten, "okay, ab jetzt machen wir belanglose, vorhersehbare Musik". Voll der Quatsch. Das Album ist sehr professionell produziert und klingt extem dynamisch, und ich höre im Vergleich zu früher endlich auch einen Sänger, der richtig singt. Aber, okay, Geschmäcker sind verschieden. Dennoch hätte man die "Rezension" auf einen Satz runter kürzen können: "Ich bin enttäuscht, dass IN FLAMES keinen Metal wie früher mehr spielt". Nix für ungut,

Tom
André
gepostet am: 20.09.2014

User-Wertung:
2 Punkte

Dieses Album ist der Ausbund! Ich hatte mich so darauf gefreut und dann...so etwas! Selbst der Vorgänger „Sounds Of A Playground Fading“ war 100mal schneller und härter als diese Scheibe und das soll schon was heißen! Und das Gejammer von Anders Fridén setzt dem Ganzen noch die Krone auf! Wenn IN FLAMES so weiter machen, spielen die in geraumer Zeit bald für Schweden beim Eurovision Songcontest! Ich bin einfach nur maßlos enttäuscht und kann nur auf Besserung hoffen!
Leroy
gepostet am: 23.09.2014

User-Wertung:
8 Punkte

Gut gefallen hat mir das Album leider auch nicht. Fand es recht durchwachsen. Die ersten 3 Songs sind eigentlich ganz gut, dann kommt erstmal ein bisschen Flaute und gegen Ende wird es nochmal etwas interessanter. Das Duett fand ich sogar noch mit am Besten, weil dort so ein schöner Kontrast herrschte.

Was ich nicht begreife, ist die Assoziation zum Pop. Also Pop Musik klingt definitiv anders und ich bin mir sehr sicher, dass keiner der Pop hört, sich diese Scheibe anhören würde, weil ihm das auch noch zu aggressiv ist. Und die Behauptung, dass Anders jetzt mehr jammert, kann ich nicht Teilen. Also am weinerlichsten klang der Clean Gesang auf älteren Scheiben, weil er da deutlich schlechter war im Gesang und so rumgesäuselt hat. Seit dem hat er sich gebessert und sein Clean Gesang klingt viel weniger nach jammern.

Ich finde es okay, wenn man weniger harten Metal macht, aber der Stil, den sie in dem Album anbringen gefällt mir nicht so. Dann lieber etwas progressiver werden. Naja neues Album, neues Glück ;-)
Gerechtigkeitsfanatiker
gepostet am: 01.04.2016

User-Wertung:
15 Punkte

Als Ausgleich muß ich die Höchstnote vergeben, denn zum Einen ist das Album alles andere als Pop, zum Anderen ist es einfach genial!
Ich stehe auch auf Black- oder Deathmetal und erst recht auf alte In Flames Alben, ABER das heißt nicht das Siren Charms schlecht ist, nur weil es deutlich weicher und melodischer ausgefallen ist!
Ich höre den typischen In Flames Sound immer noch heraus und finde es einfach aller Ehren wert, wie mutig sich diese Band entwickelt hat und einfach ihren Weg geht. Abgesehen davon ist das Album in meine Ohren wirklich Top!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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