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The New Members: The Day I Will Start A Revolution (Review)

Artist:

The New Members

The New Members: The Day I Will Start A Revolution
Album:

The Day I Will Start A Revolution

Medium: CD
Stil:

Pop / Rock

Label: EIgenvertrieb
Spieldauer: 50:51
Erschienen: 04.08.2009
Website: [Link]

Muse, Dredg, Porcupine Tree... Große Klappe, wenig dahinter und Thema verfehlt. Statt des Versprochenen bietet dieses Projekt nicht mehr als gehobenen Pop-Rock mit etwas anspruchvolleren Arrangements und der Ambition, eher erwachsene Zielgruppen zu bedienen. Zeitlos heißt hier: zu jeder Zeit im Fahrstuhl oder als Untermalung von Werbepausen hörbar.

Dezente Elektronika bestimmen nicht alle Tracks von THE NEW MEMBERS. Damit sorgen sie für einen einerseits erdigen und andererseits stets dem Zeitgeist entsprechenden Sound. Ohnehin ist die Produktion erhaben genug, die Refrains und Hooks eingängig bis zur Beliebigkeit. Die lyrischen Allgemeinplätze werden passenderweise mit indifferenter Stimme vorgetragen. Wo andere gewollt unterkühlt für sich einnehmen und Interesse am Geheimnisvollen wecken, genügen THE NEW MEMBERS sich allein darin, den Stift an die Gefühlsschablone anzulegen und nachzuzeichnen, ohne wirklich zum sich ergebenden Bild zu stehen. Pianoballaden, der obligatorische Groover sowie stilistisch nicht konkret einzuordnender Mainstream - das sind die bestimmenden Fatoren dieses keineswegs revolutionären Albums.

Nichts gegen professionell die Möglichkeiten der musikalischen und produktionstechnischen Moderne ausschöpfende Tonkunst - nur sollte diese nicht bloß Handwerk sein, sondern etwas im Herzen des Hörers anregen. Davon sind THE NEW MEMBERS als Duo weit entfernt. Wie wäre es eventuell mit frischem Blut in der "Band", das nicht nur was sagen möchte, sondern auch was zu sagen hat?

Fazit: Gleichgültige Musik provoziert Gleichgültigkeit. Der seichte Sound dieser Gruppe hat mit den genannten Bands null am Hut; stattdessen klingen sie wahlweise wie Sting oder David Bowie auf schlechten B-Seiten. Anders als diese beiden Künstler haben sich THE NEW MEMBERS jedoch bisher nicht anderweitig mit großer Musik verdient gemacht. Wer braucht also ein nett aussehndes Möbelstück, wenn er es nicht benutzt. Dieses Album ist eine Art Damentoilette in der Männer-WG, wo man angesichts einiger Mietmusiker eher das Gäste-WC gebraucht hätte.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2798x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 4 von 15 Punkten [?]
4 Punkte
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Tracklist:
  • Pressure
  • The Choice
  • Healer
  • Hopes And Wishes
  • Voices
  • Faith And Treason
  • The Ocean Between Us
  • Incomplete
  • Feels Like Drowning
  • House of God
  • Pressure Drop

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Danny
gepostet am: 05.08.2009

User-Wertung:
10 Punkte

Vielleicht war der Rezensent ja voreingenommen was den Sound der New Members angeht. Immerhin sind Vergleiche mit Bands wie Porcupine Tree, Muse und Dredge Hausnummern, denen wohl die wenigsten Bands mit ihrem Debutalbum gerecht werden können. Den Rundumschlag des Rezensenten alles niederzumachen und "die Gästetoilette" herunterzuspülen was die Band auf Ihrem ersten, in Eigenregie aufgenommenen und produzierten Album macht, kann ich so nicht stehen lassen.
"The Day I will start a revolution" ist ein gutes Album mit einigen sehr guten Songs, The Choice, Voices, The ocean between us, House of God. Musikalisch lassen sich nur schwer Vergleiche ziehen, da der Sound der New Members sich an verschiedenen Genren und Jahrzehnten Musikgeschichte bedient. Man hört Sounds und Klänge der 80er, 90er sowie eben auch moderne Einflüsse. Dieser Streifzug durch die letzten 25 Jahre Rock/Popmusik ist es aber auch den man den New Members vorwerfen kann. Nicht immer zünden die Ideen, sind die Songs in sich stimmig. Häufig nehmen die Keyboards zu viel Raum ein, wirken teilweise überladen. Hier wäre manchmal etwas weniger, am Ende wesentlich mehr gewesen.
Fazit: Für das Debut eines Duos, die sowohl alle Songs geschrieben, zum größten Teil selbst eingespielt und aufgenommen/gemischt haben, ist das Album mehr als beachtlich. Ich kann nur raten auf der Homepage der Band vorbeizuschauen und sich selbst ein Bild zu machen. Die CD ist als kostenloser Download hinterlegt.
wolf
gepostet am: 05.08.2009

User-Wertung:
10 Punkte

also ich habs mir runtergeladen und gerade mal angehört.
Gefällt mir eigentlich ganz gut. Die Kritik ist etwas hart.
geb auch 10 punkte.
PeeWee
gepostet am: 05.08.2009

User-Wertung:
8 Punkte

Passt auf: Dieser Rezensent setzt nicht mit eurer (berechtigten) Kritik, sondern mit euren Rechtschreibfehlen auseinander. Ein billiger Taschenspielertrick, um Kritiker lächerlich zu machen.
Anyway: Dieses Album ist zwar wirklich nicht der grosse Wurf, aber sicherlich nicht so grottig wie hier beschrieben.
Der Kosmonator
gepostet am: 05.08.2009

Teil1:

Sorry, aber diese Review ist ein Witz.
Bei einer anderen Kritik hat Schiffmann mal geschrieben, man solle die Punktevergabe nicht so ernst nehmen und zwischen den Zeilen lesen.
Gut, tun wir das mal bei ihm:
Das Objektive:
Er bescheinigt der Band gehobenen Pop-Rock mit anspruchvolleren Arrangements und der Ambition, eher Erwachsene Zielgruppen zu bedienen. Einen erdigen und dem Zeitgeist entsprechenden Sound. Eine erhabene Produktion, eingängige Refrains und Hooks. Und eine musikalisch und produktionstechnische ausschöpfende Tonkunst (übersetzt: einen überdurchschnittlichen Sound).
Alles Attribute, die jeder objektiven Betrachtung standhalten und für sich genommen eine Wertung jenseits der 10 Punkte hätte ergeben müssen.
Ist aber nicht so. Und warum? Weil der Rezensent keine objektive, sondern subjektive Wertung abgegeben hat. Und weil er das nicht zum ersten Male macht, muß die Frage erlaubt sein, ob dieser Rezensent überhaupt in der Lage ist objektive Kritiken zu schreiben? Ich bezweifle es.
Der Kosmonator
gepostet am: 05.08.2009

User-Wertung:
11 Punkte

Teil2:

Schiffmann erwartet Muse, Dredg, Porcupine Tree und weil er das erwartete nicht bekommt (warum auch, die Band heisst schließlich The New Members) ist er beleidigt und haut drauf los. Natürlich ist Musik immer auch Gefühlssache und vielleicht empfindet Schiffmann beim hören der CD ja nun mal so wie er geschrieben hat. Die oben erwähnte Objektivität, die ein Musikkritiker in seine Bewertung mit aufnehmen muß, bleibt bei 4 Punkten allerdings auf der Strecke.
Diese Art Beliebigkeit, die Schiffmann der Band vorwirft, ist vielleicht bei Bands oder Produktionen angebracht, die sich anbiedern, dem Mainstream entsprechen wollen. All das kann ich bei den New Members allerdings nicht hören.
Was ich hören kann ist tatsächlich etwas Muse im Bass oder einigen Keyboards, etwas Porcupine Tree in Arrangements und auch eine Priese Bowie, aber auch viel anderes. Vieles was mal mehr und auch mal weniger gefällt. Einflüsse, nichts weiter. Für mich aber auf jeden Fall eigenständig und überdurchschnittlich.
Man möchte Schiffmann zurufen seine schlechte Laune nicht immer in seinen Rezensionen auszudrücken oder auch mal mehr in die Sonne zu gehen. Zur Horizonterweiterung würde es aber eventuell schon reichen er ginge mal in ner Männer-WG auf die Damentoilette. Im besten Falle hört er da die CD der New Members. Das eine schließt das andere nämlich nicht aus. ;-)
Der Kosmonator
gepostet am: 05.08.2009

Teil3:

Ich bitte darum meinen Kommentar nicht zu löschen.
Herr Schiffmann muß sich hier auch nicht beleidigt fühlen. Bands denen er solche Kommentare zumutet, hätten sicherlich auch das Recht verdient mit gleicher Münze zurück zu zahlen.
Ein Kommentar seinerseits wäre da hilfreicher, auch für die Glaubwürdigkeit eurer Seite.
Andreas
gepostet am: 05.08.2009

Herr Schiffmann war keinesfalls schlecht gelaunt beim Hören und Schreiben. Nun wundert er sich allerdings einmal mehr, welche Energie manche Menschen dafür aufwenden, wenn sie eine ihnen fremde (?) Band ungerecht behandelt sehen. Prise schreibt man so wie ich jetzt gerade ... sorry, kann nicht aus meiner Haut.

Noch eine Anregung. Vergleicht Herrn Schiffmanns Kritik mit diversen anderen. Welcher Eindruck überwiegt? - Und wer auch immer dem nicht zustimmt, der soll sich doch gebauchpinselt fühlen, einen exklusiven Geschmack zu haben
Der Kosmonator
gepostet am: 06.08.2009

Danke.

Ich bin Veranstalter und lese täglich eure Seite um mich auf dem Laufenden zu halten.
Dazu gehören natürlich auch die CD Kritiken und da ist mir bei Herrn Schiffmann eben aufgefallen, dass er recht häufig einen Verriß schreibt. Meist ist das ja auch recht amüssant geschrieben und ein kleines Lächeln kann ich mir beim besten Willen nicht verkneifen, allerdings kann ich mir vorstellen, dass es die Bands die es betrifft anders sehen.

Für mein Empfinden beurteilt Herr Schiffmann in seiner Bewertung einfach zu subjektiv.
Da ich The New Members und deren CD kenne, maße ich mir durchaus an ein eigenes Urteil zu treffen und sei es exclusiv.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

P.S.: Faktoren schreibt man übrigens so!
Andreas
gepostet am: 06.08.2009

Herr Schiffmann meint: es gibt keine objektiven Rezensionen. Überhaupt: wer "objektiv" etwas über Musik lesen möchte, der schaue in die Waschzettel oder lese sich Credits in Booklets durch.
Herr Schiffmann glaubt außerdem, dass viele Leser überhaupt nicht verstehen, worum es geht. Muss man mit dem Rezensenten übereinstimmen, um eine Kritik gut oder schlecht zu finden, und kann man sich nach einer negativen Kritik nicht auch seinen Teil zu einem Tonträger denken, bzw. aus ihr schließen, was man zu erwarten hat.

Mir geht es oft so, dass ich unabhängig von der Bewertung gut oder schlecht beim Lesen mancher Kritiken ganz neue Seiten an Alben kennenlerne. Aber jeder Jeck ist anders ...
steve [musikreviews.de]
gepostet am: 06.08.2009

Sorry, dass ich mich hier einmische, denn ich habe dieses Album weder gehört noch habe ich es vor. Ist einfach zu weit außerhalb meines Spektrums...

Generell finde ich allerdings, dass man sich an den Bewertungen nicht übermäßig aufhängen sollte. Wenn es so ist, wie Andreas m. E. völlig richtig anmerkt, dass eine "objektive" Bewertung von Sinneseindrücken (gleich welcher Art) nicht möglich ist, dann macht in der Konsequenz eine "Benotung" ebenso wenig Sinn.
Ich "nutze" Wertungen eigentlich nur dahingehend, um abzuchecken, ob sich der Zeitaufwand für das Lesen eines Reviews "lohnt" ;-))

Ich werte zwar, trotz einer kritischen Einstellung dazu, ebenfalls, allerdings eher wohlwollend. Mit zunehmenden Lebensalter werden "Schulnoten" immer unwichtiger... die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man einfach nicht "benoten" ;-))

In diesem Sinne: Mütchen kühlen, Prost!;-))
Andreas
gepostet am: 06.08.2009

Oh, wie er mir aus dem Munde spricht :-)
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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